Bitter: Brem schied früh aus

Ski WM

Bitter: Brem schied früh aus

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RTL-Mitfavoritin musste schon nach 20 Sekunden Segel streichen.

Nur das schnelle Aus für Eva-Maria Brem hat am Donnerstag den ersten Durchgang des WM-Damen-Riesentorlaufs in Beaver Creek getrübt - während Fenninger und Kirchgasser der Konkurrenz um die Ohren fuhren, schied Brem bereits nach knapp 20 Sekunden aus.

Von Welle ausgehoben
Brem war als Weltcup-Führende im Riesentorlauf und damit als Mitfavoritin in ihr erstes WM-Einzelrennen gegangen. Die 26-jährige Tirolerin wurde aber nach nicht einmal 20 Fahrsekunden gleich von der ersten Welle ausgehoben und sprang weit am nächsten Tor vorbei. Bis dahin, das ergaben ÖSV-Stoppungen, war sie sogar schneller als später Fenninger.



Brem hatte bei der Landung auf nur einem Ski sogar Glück. Entsetzt schlug sie danach aber ebenso die Hände vor das Gesicht wie ihre Eltern im Ziel.

Serie riss im falschen Moment
In den vergangenen sieben Riesenslaloms war Brem nie schlechter gewesen als Vierte, dabei war ihr vergangenen Dezember in Aspen sogar ihr erster Weltcup-Sieg überhaupt gelungen. Zwei Tage nach Team-Gold hatte die Münsterin auf dem amerikanischen Schnee aber kein Glück mehr.

Schlecht besichtigt
"Ich war zu weit links, die Welle ist sehr markant", beschrieb Brem die Situation. "Ich hatte mir die Stelle zwar gut angeschaut, bin dann aber deutlich schneller hingekommen als erwartet. Dann wollte ich noch Richtung machen, bekam viel Druck und war machtlos", erklärte sie. "So etwas sollte eigentlich nicht passieren, aber bei so einem Rennen versucht man natürlich zu riskieren und alles rauszuholen."

Sie könne sich aber nicht viel vorwerfen, meinte Brem. "Vielleicht war es einen Tick zu viel, vielleicht auch nur Pech. Ich bin jedenfalls nicht mehr dabei und muss die Enttäuschung kurz zulassen", sagte die Tirolerin, die vor einem Jahr ihre Karriere nach der Nichtnominierung für Olympia fast beendet hätte.

Ärger "nur über dummen Fehler"
Seitdem ist sie aber zu einer Senkrechtstarterin geworden. "Dieses Rennen wäre sehr wichtig gewesen für mich. Ich ärgere mich nicht über die möglicherweise verpasste Medaille, sondern über den dummen Fehler", betonte Brem. "Aber ich bin gesund, es gibt schlimmere Dinge im Leben als ein verpatztes Rennen. Deshalb wird es mir gelingen, es bald abzuhaken. Das Leben geht weiter."

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