Benni tut mir leid

Franz Klammer

Benni tut mir leid

Raich hatte Riesenpech. Rückkehr zum Ski-Sport aber fast sicher.

Lassen Sie mich bitte meine Meinung über den Teambewerb revidieren. Ich muss zugeben, wir haben ein spannendes Rennen auf ­hohem Niveau gesehen. Das Parallel-Format funktioniert auch bei ­einer WM. Vielleicht spricht es sich jetzt bis zu den Top-Leuten herum, dass der Teambewerb eben kein Mist mehr ist – denn auch Stars wie Maria Riesch oder Lindsey Vonn sollten da mitmachen.

Raich hatte vor den Gefahren gewarnt
Dass sich Benni Raich so schwer verletzte, ist bitter. Ob es ein Fehler war, Benni im Teambewerb starten zu lassen? Nein! Solche Läufe zwei Tage vor einem wichtigen Rennen sind prinzipiell kein schlechtes Training; außerdem wird dabei die Renn-Situation simuliert und die Spannung aufrecht erhalten. Dass es Benni dabei so schlimm erwischt hat, ist ein Riesenpech. Ausgerechnet Raich, der vor Saisonstart vor dem gefährlichen, aggressiven Material gewarnt hatte. Die erste schwere Verletzung mit 32 – natürlich denkt man da ans Aufhören. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das für Benni tatsächlich ein Thema ist. Wie ich ihn kenne, wird er nach so einer verpatzten Saison sagen: So kann ich nicht abtreten. Motto: Jetzt erst recht!