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Wintersport

Springer schon heiß auf Engelberg

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Tickets für Vierschanzen-Tournee werden vergeben. Jungstar Schlierenzauer verpasst Training wegen Grippe.

Die rot-weiß-roten Skisprung-Asse brennen nach der durch die Harrachov-Absage bedingten Weltcup-Pause auf die Bewerbe in Engelberg am kommenden Wochenende. ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner und seine "Adler" freuen sich nach zwei sehr zufrieden stellend verlaufenen Trainingstagen in der Ramsau nicht nur auf die erwartete Schweizer Winterlandschaft, sondern wollen bei der Generalprobe für die Vierschanzen-Tournee auch die zuletzt ansteigende Formkurve des Teams bestätigen.

Beste Bedingungen in Ramsau
"Die zwei Tage in Ramsau waren eine super Sache. Wir hatten beste Bedingungen, was zur Zeit ja nicht gerade selbstverständlich ist", berichtete Pointner von den drei Sprung-Trainingseinheiten, die nur Lillehammer-Sieger Gregor Schlierenzauer wegen eines grippalen Infekts auslassen musste. Über einen Einsatz des 16-Jährigen am Samstag und Sonntag (jeweils 13:45 Uhr) will der Headcoach kurzfristig entscheiden. "Ich gehe schon davon aus, dass Gregor dabei ist. Aber wir werden sicher nichts übers Knie brechen. Am wichtigsten ist, dass er voll fit wird."

Wieder neuer Sieger?
Nach den Erfolgen des Finnen Arttu Lappi (Kuusamo), des wieder aus der Versenkung empor geflogenen Doppel-Olympiasiegers Simon Ammann (Lillehammer I) und des Tiroler Shootingstars Schlierenzauer (Lillehammer II) ist für Engelberg wohl der vierte Sieger im vierten Saisonspringen zu erwarten. "Die Siege von Lappi und Ammann haben mich aber ehrlich gesagt mehr überrascht als der von Gregor", betonte Pointner und liefert die Begründung gleich mit: "Wir haben natürlich schon vorher gewusst, was für ein Potenzial in ihm steckt."

Kein Druck für Schlierenzauer
Der Trainer will seinem Youngster, der sein Tournee-Ticket schon fix in der Tasche hat, aber verständlicherweise keinen Druck auferlegen. "Er ist sicher nicht der, der Verantwortung übernehmen muss." Dies müssen vielmehr die ÖSV-Aushängeschilder Thomas Morgenstern, Andreas Kofler, Wolfgang Loitzl und Co., deren Formentwicklung laut Pointner ebenfalls Anlass zur Freude bietet. "Mit dem mannschaftlichen Leistungsstand bin ich schon sehr zufrieden. Bei den Spitzenleuten gibt es natürlich noch Potenzial nach oben."

Tournee-Tickets zu vergeben
Obwohl der Grundstock des Tournee-Teams schon steht, gehe es in Engelberg klarerweise auch noch um Tickets für den ersten Höhepunkt der Saison in Oberstdorf (30.12.), Garmisch-Partenkirchen (1.1.), Innsbruck (4.1.) und Bischofshofen (7.1.). "Das Wichtigste ist aber, dass sie mit Herz und Freude springen, vor allem nach der Pause. Bei uns haben einige viel drauf und das wollen sie auch zeigen."

Erfolge im Kontinentalcup
Die Nachricht vom Sieg des Tirolers Arthur Pauli zum Kontinentalcup-Auftakt am Dienstag in Rovaniemi hatte Pointner ebenso freudig aufgenommen wie den dritten Platz von Mario Innauer, dem Sohn des Nordischen ÖSV-Direktors Toni. "Eine super Sache, vor allem weil es im Kontinentalcup ja auch um das Tournee-Springerkontingent geht und es für das Trainerteam Klaus Huber und Werner Rathmayr ein guter Einstand war."

Die Führung in der Kontinentalcup-Nationenwertung nach dem kommenden Wochenende würde dem ÖSV einen zusätzlichen Tournee-Startplatz bringen. In diesem Fall und bei einer gleichzeitigen erfolgreichen Verteidigung der Führung in der Weltcup-Nationenwertung dürften in Oberstdorf und Garmisch das Maximum von acht ÖSV-Adlern an den Start gehen. Für Innsbruck und Bischofshofen wird das Österreicher-Kontingent verdoppelt.

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