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Schweine-Qual auf Salzburger Almen

Auf zwei Salzburger Almen wurden Schweine mit Draht in ihren Nasen entdeckt.

Nach Kärnten wird nun auch eine fragwürdige Praxis in der Schweine-Haltung auf Salzburger Almen entdeckt. Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) macht zwei schockierende Fälle von Tierquälerei publik. Auf Salzburger Almen haben Landwirte den dort gehaltenen Schweinen Löcher in ihre sensiblen Nasen gebohrt und mit Draht durchzogen. Anfang August machte die Tierschutz-Organisation ähnliche traurige Aufdeckung, die Entrüstung unter Tierfreundinnen und -freunden ausgelöst hat. Kaum dass den Schweinen in Kärnten die Drähte entfernt wurden, entdeckte nun Schweine der VGT auf zwei Salzburger Almen Schweine, denen die gleiche Qual angetan wurde.

Besonders erschreckend an dieser Nutztier-Haltepraxis ist, dass es sich um zwei Almen von zweier Landwirte in räumlicher Nähe handelt, die ihre Tiere dermaßen quälen. Diese beiden Almen wurden dem VGT fast zeitgleich von verschiedenen Ausflüglern gemeldet.

Eine derartige Praxis ist für die Schweine doppelt tragisch. Nicht nur, dass ihnen das Löcherbohren an sich Schmerzen und Qualen verursacht, wird das den Schweinen angetane Leid auch nochmal verlängert, wenn sie mit den mit Draht versehenen Nasen in der Erde wühlen wollen, was ihrem natürlichen Verhalten entspricht. VGT-Jurist Alexander Kirchmauer zeigt sich betroffen: "Das Wühlen im Boden ist ein essentielles Bedürfnis von Schweinen. Diesem können sie auch auf den in Österreich unverständlicherweise immer noch erlaubten Vollspaltenböden aus Beton nicht nachkommen. Hier wird von den Landwirten eine noch perfidere Quälerei angewandt: das Ausleben der natürlichen Verhaltensweise verursacht bei den Schweinen Schmerzen und wird mit Gewalt unterbunden. Eine echte Schande, die hoffentlich nicht ungestraft bleiben wird."

Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 23. August 2020, hier in voller Länge sehen.

Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 30. August, 18:30 Uhr.

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