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Vollspaltenböden gehören mittelfristig weg

Rudolf Anschober erklärt, die Abschaffung von Vollspaltenböden erfordere eine europäische Lösung.

Anschober ist nicht nur Gesundheitsminister, sondern auch Tierschutzminister. In dieser Funktion nahm er gegenüber oe24.TV Stellung zum Thema Vollspaltenböden in der Schweinehaltung und -mast. Zur Abschaffung dieser Böden in der Landwirtschaft gab es keine fixe Vereinbarung im Regierungsübereinkommen zwischen ÖVP und Grünen. Zu unterschiedlich seien hier die Interessen von Tierschützern und der Landwirtschaft.

Anschober betont, dass die Erhaltung von Betrieben in der Landwirtschaft Priorität habe. Für ihn sei jedoch die Schaffung einer tiergerechten Landwirtschaft ein erklärtes Ziel. Und zwar sowohl in Österreich und Europa. Und hier liege auch für ihn der Dreh- und Angelpunkt. Die Abschaffung der Vollspaltenböden in der Schweine-Produktion könne nur im Rahmen einer europäischen Lösung erfolgen. Den eine solche überregionale Lösung würde die Beendigung der Schweine-Haltung auf diesen Bödenfür österreichische Agrar-Betriebe einfacher machen. Dabei solle Österreich eine dynamische Rolle spielen. Wie etwa, wie er hinweist, beim Verbot der Käfig-Haltung von Legehennen. Hier war Österreich Vorreiter. Eine ähnliche Rolle könne das Land bei der europaweiten Abschaffung der Vollspaltenböden einnehmen.

"Tier sind keine Dinge", betont Anschober. Und sie haben ein Anrecht auf artgerechte Haltung. Dies sei auch die Position der Landwirtschaft in Österreich, argumentiert der Minister. Er erklärt, dass man "mittelfristig weg von diesen Böden in den Schweinställen kommen müsse". Dazu braucht es jedoch explizit eine europäische Lösung, beharrt Anschober im oe24.TV-Gespräch.

Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 4. Oktober 2020, hier in voller Länge sehen.

Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 11. Oktober, 18:30 Uhr.

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