Melania Trump rechnet mit Biden ab

Erster Solo-Wahlkampfauftritt

Melania Trump rechnet mit Biden ab

First Lady warnt vor Biden: 'Seine sozialistische Agenda wird Amerika zerstören'

Bei ihrem ersten Solo-Wahlkampfauftritt vor der US-Präsidentschaftswahl am kommenden Dienstag hat First Lady Melania Trump für eine Wiederwahl ihres Mannes geworben. "Donald ist ein Kämpfer. Er liebt sein Land, und er kämpft jeden Tag für Euch", sagte sie am Dienstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Atglen im US-Staat Pennsylvania, einem der Schlüsselstaaten.
 

Attacke auf Biden

Melania warf dem demokratischen Bewerber Joe Binde vor, Angst unter den Amerikanern zu verbreiten. „Seine sozialistische Agenda wird Amerika und alles, was wir in den vergangenen vier Jahren aufgebaut haben, zerstören“. Die Bürger sollen sich fragen: „Ist dieser Mann in der Lage, etwas für sie auf den Weg zu bringen?“
 
Die Präsidentengattin sprach den Hinterbliebenen der mehr als 225.000 Corona-Toten in den USA ihr Mitgefühl aus. "Ich weiß, es gibt viele Menschen, die Angehörige verloren haben oder Menschen kennen, die für immer durch diesen stillen Feind beeinträchtigt bleiben", sagte sie. Die Gedanken und Gebete ihrer Familie seien mit den Betroffenen. "Wir werden über dieses Virus triumphieren", fügte sie hinzu.
 

"Fühlen uns so viel besser"

Ursprünglich wollte die First Lady, die zuletzt auf dem Nominierungsparteitag der Republikanischen Partei im August eine Rede gehalten hatte, vergangene Woche gemeinsam mit dem Präsidenten Wahlkampf machen. Doch der Plan wurde durch einen "anhaltenden Husten" in Folge ihrer Corona-Infektion vereitelt. Das Präsidentenpaar und der gemeinsame Sohn Barron hatten sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Präsident Trump war Anfang Oktober drei Tage lang im Krankenhaus behandelt worden. Den Wahlkampf nahm er schnell wieder auf.
 
"Wir fühlen uns jetzt so viel besser", sagte Melania Trump am Dienstag vor den Anhängern ihres Mannes und dankte "für all die Liebe und Unterstützung", die ihrer Familie nach der Corona-Erkrankung zuteilgeworden sei. Die Corona-Pandemie spielt im Wahlkampf eine zentrale Rolle. Trump hat die Gefahr durch das Virus wiederholt heruntergespielt. Sein Herausforderer Joe Biden von den oppositionellen Demokraten wirft ihm Versagen beim Krisenmanagement vor.
 

Twitter-Gewohnheiten

Die First Lady äußerte sich auch zu den exzessiven Twitter-Gewohnheiten ihres Mannes. "Zum ersten Mal in der Geschichte hören die Bürger dieses Landes direkt und ohne Verzögerung täglich über die sozialen Medien von ihrem Präsidenten", sagte sie. "Ich bin nicht immer einverstanden damit, wie er manches sagt", gab sie unter dem Gelächter der Zuhörer zu. Es sei jedoch wichtig für Trump, "dass er direkt zu den Menschen spricht, denen er dient", fügte sie hinzu.
 
Mit ihrer "Be Best"-Kampagne wirbt die Präsidentengattin für einen respektvolleren gegenseitigen Umgang in den sozialen Medien. Angesichts des mitunter rabiaten Auftritts ihres Ehemannes im Online-Dienst Twitter erntete die Kampagne jedoch wiederholt Kritik.
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