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Dashcams-Vergleich 2019

Die Redaktion vom Test- und Vergleichsportal von OE24.at präsentiert Ihnen die besten Dashcams.

Nicht erst seit einem Urteil des Bundesgerichtshofes erfreuen sich Dashcams immer größerer Beliebtheit – die kleinen, praktischen Unfallkameras lassen sich einfach installieren und erfüllen in den meisten Fällen ihren Zweck. Jene Modelle aus unserer Test- bzw. Vergleichstabelle mit einer zusätzlichen Rückkamera haben wir entsprechend markiert.

Achten Sie in erster Linie auf die maximale Bildauflösung: Je höher die Qualität, desto eher lassen sich im Fall der Fälle Details nachvollziehen. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie eine Dashcam mit einer möglichst großen Speicherkarte wählen oder sich im Nachhinein eine zusätzliche Karte kaufen.

Kaufberatung zum Dashcam-Test bzw. Vergleich: Wir helfen Ihnen bei der Auswahl Ihres Dashcam-Testsiegers!

  • Unfallkameras bzw. Dashcams zeichnen ab Beginn der Fahrt durchgängig das Geschehene von der Windschutzscheibe aus auf und die gemachten Aufnahmen dienen mitunter als zulässige Beweismittel vor einem Gericht (nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes vom Mai 2018).
  • Diese speziellen Kameras werden mithilfe eines Stativs, eines Klebers oder auch eines Saugnapfes an der Scheibe oder dem Armaturenbrett befestigt und werden durch den Zigarettenanzünder mit Strom versorgt.
  • Achten Sie beim Kauf auf ein abschaltbares Display, eine möglichst gute Aufnahmequalität (mindestens Full HD) sowie die GPS-Funktion, mithilfe derer Ihre eigene Geschwindigkeit errechnet wird.

Dashcam Test

Das Auto ist und bleibt des Deutschen liebster Freund – dies zeigt sich nicht zuletzt in Statistiken zum Umsatz der Automobilindustrie: Nicht nur steigt der Inlandsumsatz seit Jahren stetig an, im Jahr 2017 wurde sogar ein neues Rekord-Hoch erwirtschaftet, sämtlichen Diesel-/Abgas-Skandalen zum Trotz (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Auto gefahren wird also weiterhin fleißig und während sich das Navigationssystem bereits vor einigen Jahren fest integrierte, steht ein anderer Trend gerade erst am Anfang: Die Nutzung einer sogenannten Dashcam. Mit dieser an der Windschutzscheibe installierten Kamera können Sie Ihre Fahrt filmen und damit im Falle eines Unfalls auch dessen Hergang.

In unserem großen Dashcam-Vergleich 2019 haben wir uns die aktuell beliebtesten Modelle genau angesehen und präsentieren Ihnen im folgenden Ratgeber nicht nur eine Kaufberatung, sondern informieren Sie zugleich über die aktuelle rechtliche Lage: Darf man Unfälle einfach aufnehmen? Ist das vor Gericht überhaupt relevant bzw. zulässig?

1. Rechtliche Lage zum Einsatz einer Dashcam

Woher der Name?

„Dashcam“ ist ein englischer Begriff, der sich aus den Worten „dashboard“ (das ist das Armaturenbrett im Auto) sowie „camera“ (also einer Kamera) zusammensetzt. Gemeint sind also kleine (Mini-)Kameras, die entweder am Armaturenbrett oder an der Windschutzscheibe im Auto installiert werden.

Wo bis Anfang 2018 noch rechtliche Unsicherheit herrschte, besteht jetzt Klarheit. Oder doch nicht? Aber der Reihe nach: Im Mai 2018 wurde vom Bundesgerichtshof entschieden, dass die Videoaufnahmen von kleinen Kameras (Minikameras) in Personenkraftwagen grundlegend zulässig seien. Datenschutz-Bedenken seien im Zweifelsfall nachrangig.

Dies wird wie folgt begründet: Zwar verstoßen Videoaufnahmen prinzipiell gegen das Datenschutzrecht, im Falle eines Unfalls jedoch müssten ohnehin private Angaben gemacht werden, bspw. zur eigenen Person, zu den Fahrzeugpapieren sowie zur Versicherung. Auslöser war das Revisionsverfahren eines Autofahrers, der anhand der Videoaufnahmen seiner installierten Minikamera seine Unschuld an einem Verkehrsunfall belegen wollte, was allerdings in zwei Instanzen abgelehnt wurde.

Ein beteiligtes Landgericht verwies an dieser Stelle auf das sogenannte Beweisverwertungsverbot, da in diesem speziellen Fall Datenschutzbestimmungen nicht eingehalten worden seien. Begründung: Die verwendete Minikamera filmte den öffentlichen Raum ohne einen konkreten Anlass, weswegen eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts gegeben war. Der Bundesgerichtshof erklärte dies im Mai 2018 allerdings für ungültig.

Fazit: Das BGH-Urteil sollte nicht derart verstanden werden, dass automatisches Filmen aus dem Auto heraus grundlegend erlaubt sei – durchgängige Videoaufnahmen seien nach wie vor nicht legal. Wenn die Aufnahmen aber letztlich vorliegen würden, sollten sie auch Verwendung finden – jeder einzelne Fall sollte auch einzeln bewertet und abgewogen werden.

Dashcam Vergleich

Ist es erst einmal passiert, stellt sich die leidige Schuldfrage. Mit einer Dashcam haben Sie die Möglichkeit, den Unfallhergang genau nachvollziehen zu können.

2. Funktionsweise und Installation einer Dashcam für LKW oder Auto

Dashcams bzw. Minikameras werden mithilfe eines Saugnapfes, Kleber oder durch ein Stativ an der Windschutz- bzw. der Heckscheibe installiert. Oft wird vom Hersteller dazu ein Kugelkopf-Gelenk mitgeliefert, durch welches es Ihnen leicht fallen sollte, den Kamera-Winkel entsprechend anzupassen, völlig unabhängig von Marke, Typ, Art oder Hersteller des Autos.

Ähnlich wie bei einem Auto-Navi wird eine Dashcam über einen Akku bzw. eine Batterie oder auch über ein USB-Kabel geladen – mit einem passenden Adapter können Sie auch den Zigarettenanzünder als Stromquelle verwenden.

Die Filmaufnahmen werden üblicherweise auf eine SD-Speicherkarte übertragen, die in manchen Fällen noch zusätzlich erworben werden muss.

Grundlegend gilt: Auf einer SD-Karte mit 64 GB Speicherplatz sollten Sie etwa 15 Stunden Filmmaterial unterbringen können. Jetzt der Clou: Ist die SD-Karte voll, überschreibt die Kamera die älteren Daten automatisch, weswegen ein Wechsel der Karte überflüssig bleibt. Die Videoaufzeichnungen können im Fall der Fälle schließlich mithilfe eines USB-Kabels auf den heimischen Rechner übertragen werden.

3. Unsere Dashcam-Kaufberatung: Worauf Sie achten sollten

Um schnellstmöglich zu Ihrem persönlichen Dashcam-Testsieger zu gelangen, empfehlen wir Ihnen eine genaue Lektüre unserer Kaufkriterien. Prinzipiell erfüllt bereits eine sehr günstige Dashcam ihren Job, allerdings müssen Sie bei solch einem Modell ggf. auf einige Extras verzichten.

3.1. Zur Bildauflösung

Das Prinzip ist einfach: Je höher die Bildauflösung (und je größer der Bildsensor), desto besser die Videoqualität. Sämtliche Modelle aus unserer Test- bzw. Vergleichstabelle kommen dabei mindestens auf eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel (Full HD), was auf dem Niveau moderner Spiegelreflexkameras liegt; qualitätsmäßig müssen Sie hier also keine großen Gefälle fürchten.

Für etwas mehr Geld erhalten Sie bereits eine deutlich höhere Auflösung, bei Ultra HD/4K ist allerdings das derzeitige Maximum erreicht. Im Folgenden die Videoauflösungen im Überblick:

  • Full HD: 1.920 x 1.080 Pixel
  • Quad HD: 2.560 x 1.440 Pixel
  • Ultra HD (4K): 3.840 x 2.160 Pixel

Tipp: Einige Dashcams bieten auch eine Rückkamera, mit der Sie neben der Straße vor Ihnen zugleich auch das Innere des eigenen Autos filmen können. Entsprechende Modelle haben wir in unserer Produkttabelle gekennzeichnet.

Dashcam Testsieger

Mit einer hohen Auflösung erhalten Sie auch bei schlechten Sichtverhältnissen gestochen scharfes Bildmaterial.

3.2. Zum Display

In der Frage des Video-Displays bei Dashcams scheiden sich die Geister. Während sich reguläre Digitalkameras ohne ein integriertes Displays gar nicht mehr verkaufen ließen, geht der Trend bei den Minikameras für die Verkehrsaufzeichnung in die gegensätzliche Richtung.

Der Grund ist, dass der Blick auf das Display während der Fahrt ablenken könnte und sich zudem die Frage stellt: Wozu bräuchte man es in erster Linie? Falls die Daten wider Erwarten relevant werden, können Sie sich die Aufzeichnungen auch noch im Nachhinein auf dem Bildschirm des PCs, Laptops oder iMacs ansehen.

Falls Sie sich dennoch für eine Dashcam mit Display entscheiden sollten, empfehlen wir den Kauf eines Exemplars, bei dem Sie dieses mit einem einfachen Knopfdruck auch deaktivieren können.

3.3. Zur Zusatztechnik

Die meisten Dashcams  sind mit GPS versehen – das steht (auf Deutsch) für „Globales Positionsbestimmungssystem“ und Sie kennen es vermutlich bereits von Ihrem Navigationssystem. Diese Funktion ist elementar, um zusätzlich zu den von Ihnen gefilmten Aufnahmen der Umgebung auch die jeweilige Geschwindigkeit festzustellen. Auf diese Weise könnten Sie im Fall der Fälle nachweisen, die angegebenen Geschwindigkeitslimits nicht überschritten zu haben.

Eine Dashcam mit G-Sensor ist ein ebenso nützliches Utensil. Hierbei handelt es sich um einen integrierten Beschleunigungssensor, der dafür sorgt, dass die Kamera für den Fall eines Unfalls nicht einfach weiter filmt, sondern dass der wesentliche Teil der Videoaufnahmen nicht überschrieben wird.

Die Kamera erkennt den Zwischen- bzw. Unfall an der veränderten Beschleunigung, also bspw. anhand einer ruckartigen Bremsung (die zwangsläufig zu einem Geschwindigkeitsabfall führt). SD-Karten mit einem zunehmend großen Speicher lassen diese Zusatzfunktion allerdings unnötig aussehen, schaden kann er dennoch nicht.

Dashcam Speicherplatz

Kein Grund zum Verzweifeln! Dashcams mit G-Sensor stoppen die Aufnahme im Falle eines Unfalls automatisch und verhindern so ein Überschreiben der Unfallszene.

Beim sogenannten „Parkmodus“ handelt es sich um eine Technik, die anhand eines Erschütterungssensors Bewegungen im und am Auto aufzeichnet: Auch, wenn Sie Ihr Auto verlassen haben (bspw. um einkaufen zu gehen), bleibt die Kamera somit aktiv und zeichnet dann auf, wenn sie Erschütterungen wahrnimmt, die sich im Nachhinein als einen Diebstahlversuch oder einen Auffahrunfall eines anderen Autos herausstellen können. Eine Dashcam als Rückfahrkamera? Das können Sie auch ausprobieren. Die Dashcam zeichnet vorne und hinten auf, somit könnten Sie versuchen mit der Dashcam Ihr KFZ-Fahrzeug einzuparken.

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Dashcams

An dieser Stelle wollen wir Ihnen noch weitere Fragen zum Thema beantworten, damit Sie letztlich zur für sich besten Dashcam kaufen.

4.1. Welche Marken und Hersteller von Dashcams gibt es?

Zu den bekanntesten und beliebtesten Herstellern von Unfallaufzeichnungs-Vorrichtungen gehören die folgenden Namen:

  • Ampire
  • Aipztek
  • Mui
  • iTracker
  • Media-Tech
  • BlackSys
  • Rollei
  • TrueCam
  • Hewlet Packard (HP)
  • NavGear
  • Garmin
  • Blaupunkt

4.2. Gibt es bereits einen Dashcam-Test der Stiftung Warentest?

Obwohl sich die Kollegen von der Stiftung Warentest gut und gerne mit der Kategorie Kamera und zugehörigen Themen auseinandersetzen, gibt es bislang noch keinen expliziten Dashcam-Test. In einem Artikel vom Mai 2018 widmet sich allerdings auch die Stiftung Warentest ausführlich der neuen Gerichtslage und erklärt, dass die Aufnahmen einer Dashcam „im Einzelfall in einem Zivilprozess vom Gericht verwertet werden“ können.

4.3. Lohnt sich der Erwerb einer Dashcam-App?

Im Prinzip ist es auch möglich, das eigene Smartphone mithilfe einer speziellen App zur Dashcam umzuwandeln bzw. nutzen zu können. Entsprechende Apps gibt es sowohl für Android als auch für iOS, also Produkte der Firma Apple.

Unserer Einschätzung nach handelt es sich bei den meisten Dashcam-Apps allerdings nicht um einen wirklich ernst zu nehmenden Ersatz – mit speziellen Dashcams wie den Produkten aus unserem Vergleich kann es eine App nicht aufnehmen.

Im Folgenden die Vorzüge und Nachteile einer Dashcam-App:

  • kostenlos bzw. sehr günstig zu erwerben
  • teilweise umständliche Handhabung
  • mangelhafte Qualität von Smartphone-Kameras (insbesondere während der Nacht)
  • zu geringe Brennweite bei Smartphone-Kameras (kein echter Weitwinkel)
Dashcam App

Dashcam oder App? In der Regel können Smartphones mit entsprechenden Apps nicht mit den echten Dashcams mithalten. Wir empfehlen daher den Kauf einer Dashcam. Außerdem ist der Dashcam-Einbau auch nicht schwerer als die Handyhalterung.

4.4. Wie ist die Rechtslage zu Dashcams in anderen EU-Mitgliedsstaaten?

Um Ihnen einen Überblick über die derzeitige Rechtslage zu verschaffen, haben wir Ihnen im Folgenden einige der reisetechnisch relevantesten EU/Schengen-Staaten herausgepickt.

Staaten Beschreibung
Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland
Irland

(grundlegend erlaubt)
Norwegen
Schweden
Finnland
Estland

(grundlegend erlaubt)
Frankreich
Spanien
Italien

(grundlegend erlaubt)
Belgien
Luxembourg
neutral
(unklar/Grauzone)
Österreich
Schweiz
Portugal
neutral
(unklar/Grauzone)

4.4. Warum gibt es im Internet trotz der schwierigen Rechtslage so viele Dashcam-Videos zu sehen?

Dies ist der Tatsache geschuldet, dass in Staaten wie der Russischen Föderation die Rechtslage nicht einwandfrei geklärt ist bzw. eine grundlegend andere Kultur gepflegt wird. Neben zahlreichen, eher ernsthaften Unfall-Dokumentationen sind auf Videoplattformen wie YouTube auch sehr amüsante Darstellungen von Verkehrs-Ereignissen zu finden.

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