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Geschäftskonten-Vergleich 2020

Die Redaktion vom Test- und Vergleichsportal von OE24.at präsentiert Ihnen die besten Geschäftskonten.

Ein gut geführtes Geschäftskonto hilft Ihnen nicht nur dabei, den Überblick über Ihre Firmentransaktionen zu behalten, sondern ist in vielen Fällen auch gesetzliche Vorgabe. So kann man beispielsweise nur dann eine GmbH gründen, wenn das Stammkapital auf ein entsprechendes Geschäftskonto eingezahlt wurde.

Daher möchten wir Ihnen Geschäftskonto-Modelle aus verschiedenen Tests vorstellen. Lesen Sie außerdem weiter, um mehr über die wichtigsten Auswahlkriterien und Differenzen in den Konditionen zu erfahren.

Kaufberatung zum Geschäftskonto-Test bzw. Vergleich: Wir helfen Ihnen bei der Auswahl Ihres Geschäftskonto-Testsiegers!

  • Kapitalgesellschaften sind generell dazu verpflichtet, ein Geschäftskonto einzurichten und darüber geschäftliche Transaktionen zu organisieren.
  • Auch für Selbstständige und Freiberufler können Geschäftskonten ab einer gewissen Buchungsanzahl vorteilhaft sein.
  • Insbesondere Direktbanken bieten ihren Geschäftskunden oft günstige Konditionen.

geschaeftskonto-test

Im Zuge einer Unternehmensgründung gibt es einiges zu beachten. Dazu gehört auch die Einrichtung notwendiger Geschäftskonten, um Zahlungsströme optimal und rechtlich einwandfrei organisieren zu können.

Übersicht zur Installation der büro2go-App der Erste Sparkasse

Die Büro2go-App der Erste Sparkasse bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Bankgeschäfte von überall schnell und einfach zu erledigen – und ist zudem im Handumdrehen installiert.

Doch auch wenn Sie bereits seit längerem ein Unternehmen führen und lediglich ein zusätzliches Firmen-Girokonto benötigen, sollten Sie bestens über die wichtigsten Konditionen und Ihre Möglichkeiten informiert sein.

Auf oe24.at verraten wir Ihnen in unserem großen Geschäftskonten-Vergleich 2020, worauf Sie achten müssen, wenn Sie einen Geschäftskonto-Anbieter aussuchen. Wir liefern Ihnen Informationen zu Konditionen, wie beispielsweise Gebühren für die Kontoführung, Einzelgebühren für Transaktionen oder zu im Angebot enthaltenen Kreditkarten.

Außerdem informieren wir Sie darüber, welche grundsätzlichen Unterschiede zwischen den Geschäftskonten und den einzelnen Anbietern bestehen, sodass Sie nicht nur ein auf Ihre Bedürfnisse abgestimmtes, sondern auch günstiges Geschäftskonto für sich und Ihr Unternehmen wählen können.

1. Welche Besonderheiten weist ein Geschäftskonto im Vergleich zu einem Privatkonto auf?

Eine größere Anzahl an Transaktionen und eine zunehmende Komplexität der Zahlungsströme machen ein Geschäftskonto bereits aus logischer Sicht notwendig.

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Denn ganz generell gilt: auf einem Privatkonto sollten und dürfen oft auch keine geschäftlichen Zahlungsvorgänge, auf einem Geschäftskonto keine Privattransaktionen durchgeführt werden.

Zudem ist in Österreich gesetzlich festgelegt, dass Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften über ein Geschäftskonto verfügen müssen. Einzelunternehmer, Freiberufler und Selbstständige können theoretisch auch mit Privatkonten arbeiten.

Im Unterschied zum Privat-Girokonto fallen für ein Geschäftskonto oft höhere Kosten an. Das gilt vorrangig für Transaktionen, die in Filialen und an Automaten vorgenommen werden, doch auch für beleglose Buchungen sind anfallende Gebühren meist höher. Eine einzelne elektronische Buchung kostet beispielsweise bei der easybank 13 Cent. Da jedoch mittlerweile auch viele Direktbanken Online-Geschäftskonten anbieten, ist hier ein Gegentrend zu verzeichnen.

Deshalb kann sich ein Geschäftskonto auch für Selbstständige lohnen

Auch wenn für Freiberufler und selbstständige Einzelkaufmänner und -frauen keine Geschäftskontenpflicht besteht, sprechen einige Gründe für eine Inanspruchnahme. Dazu gehören unter anderem die Möglichkeit, Kontogebühren für ein Businesskonto steuerlich geltend zu machen und die übersichtlichere Trennung der Transaktionen. Die Belege sind zudem sortiert abrufbar und eine Verknüpfung mit dem Buchhaltungssystem sowie eine Erfüllung der Nachweispflicht werden erleichtert. Außerdem sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Wirtschaftsprüfung, wenn private und geschäftliche Zahlungsströme klar voneinander getrennt sind.

Zudem ist ein günstiges Geschäftskonto mit Dispo-Option nur schwer zu finden. Statt eines Dispokredits müssen Unternehmen daher üblicherweise um separate Kontokorrentkredite bitten. Besteht die Möglichkeit einer Dispokredit-Inanspruchnahme, fallen hierfür zum Teil deutlich höhere Zinsen an.

Der größte Unterschied liegt in der Klassifizierung des Kontos durch die Banken über die IBAN-Klassifizierung. Als Geschäftskonten ausgewiesene Girokonten unterliegen etwas weniger strengen Verbraucherschutzvorgaben, was sich zum Teil auf die Angebotspräsentation auswirken kann. So wird beispielsweise häufig auf Kündigungsmöglichkeiten hingewiesen, nicht aber darauf, dass pro Periode auflaufende Entgelte lediglich zeitanteilig in die Abrechnung einbezogen werden dürfen.

Vorteile bestehen vor allem darin, dass Geschäftskunden üblicherweise einen eigenen Betreuer zugewiesen bekommen, der ihre Angelegenheiten verwaltet, dass Stammkapitaleinzahlungen bestätigt werden können und Zusatzaktionen wie Treuhandgeschäfte, Eilüberweisungen, Scheckinkassos, Bankauszugübermittlungen und Saldierungen möglich sind.

Auch ein Lastschrifteinzug ist mit einem Geschäftskonto in der Regel gut zu organisieren. Zudem lassen sich Bankinformationen oft direkt mit dem hauseigenen System verknüpfen, sodass eine optimale Abstimmung sowie Zeitersparnisse möglich sind, was vor allem für größere Unternehmen und zum Beispiel das Geschäftskonto einer GmbH von größter Wichtigkeit sein kann.

Zinsen auf Kontenguthaben sind inzwischen, wie auch auf Privatkonten, kaum noch ein relevantes Auswahlkriterium. Achten Sie lediglich darauf, ob gegebenenfalls Negativzinsen anfallen könnten. Separat geführte Geschäftskonten können zudem einfacher mit Buchhaltungssoftware verknüpft und organisiert werden.

Darüber hinaus funktionieren Geschäftskonten wie private Girokonten. Geld kann abgehoben oder auf andere Konten transferiert werden, während die Banken die Transaktionen überwachen und organisieren. Darüber hinaus können sowohl private- als auch Geschäftskonten mit Paypal oder anderen digitalen Finanzdienstleistern verknüpft werden.

2. Businesskonto im Test: Online-Geschäftskonto oder Banking vor Ort?

Möchten Sie als Einzelunternehmer, UG oder GmbH ein Geschäftskonto eröffnen, stoßen Sie recht schnell auf Online-Direktbanken, die günstige Businesskonten anbieten.

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Wir stellen Ihnen auf oe24.at die Vor- und Nachteile von Online-Geschäftskonten vor, sodass Sie entscheiden können, ob sich ein solches auch für Ihr Unternehmen anbietet.

  • i.d.R. geringere Gebühren als Filialbanken; vor allem oft Kontoführung des Geschäftskontos ohne Gebühren
  • aufgrund nicht notwendiger Filialenfinanzierung häufig günstigere Kredit- und etwas höhere Sparzinsen
  • wenn Buchungsgebühren anfallen, sind diese meist sehr niedrig
  • sehr schnelle und unkomplizierte Einrichtung möglich
  • bei einigen Online-Banken Einrichtung eines Geschäftskontos trotz Schufa bzw. KSV
  • keine, ausländische oder nur sehr wenige Filialen
  • vor allem Freiberufler und selbstständige Handwerker benötigen evtl. häufiger Beratungen, die ggf. schwieriger zu organisieren sind
  • kein Verhandlungsspielraum
  • eventuell weniger flächendeckende Geldautomaten

3. Welche sind die derzeit beliebtesten Anbieter von Geschäftskonten?

Unter den beliebtesten Anbietern von Geschäftskonten für UG, GmbH und Co. finden sich sowohl Direkt- als auch Filialbanken.

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Darunter sind unter anderem:

  • N26
  • Erste Bank
  • Commerzbank
  • Bank Austria
  • DADAT
  • Holvi
  • TransferWise
  • Targobank

Neben österreichischen Instituten, wie auch der österreichischen Sparkasse, der BAWAG P.S.K. oder deren Tochter, der easybank, stehen Firmenkunden auch ausländische Banken für die Einrichtung eines Geschäftskontos zur Verfügung.

So bieten auch die Deutsche Bank, die ING oder die niederländische Direktbank bunq EU-weite Businesskonten an.

4. Geschäftskonten im Test: Welches Firmenkonto ist das richtige für Sie und Ihr Unternehmen?

Damit Sie die richtige Wahl informiert treffen und lange mit Ihrem Geschäftskonto zufrieden sein können, finden Sie anschließend die wichtigsten Informationen zu Konditionen und Besonderheiten.

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4.1. Auf diese Konditionen sollten Sie achten, wenn Sie das beste Geschäftskonto für Ihr Unternehmen suchen

Ein Geschäftskonto zu wechseln kann einigen Aufwand erfordern und macht unter anderem Informationen an Firmenkunden sowie Anpassungen im gesamten System notwendig.

Um Kostenfallen und Probleme im Nachhinein zu vermeiden, sollten Sie folgende Kriterien im Zuge Ihrer Auswahl eines Firmenkontos daher genau abwägen:

  • Kontoführungs- und Transaktionsgebühren
  • Kreditkartenkonditionen
  • Kündigungsoptionen
  • Dichte der Bankautomaten
  • verfügbare Apps
4.1.1. Gebühren für Kontoführung, Transaktionen und Zusatzfeatures

Die Kosten für ein Geschäftskonto sind einer der ausschlaggebenden Faktoren für viele Unternehmen. So kann es beispielsweise vorkommen, dass ein monatlicher Mindestgeldeingang vorgegeben ist, bei dessen Nichterreichung Kontoführungsgebühren drohen. Auch monatliche oder quartalsweise Gebühren sind üblich.

Einige Bankinstitute bieten eine gewisse Anzahl von Transaktionen auf das oder von dem Geschäftskonto kostenlos an. Wird diese Zahl jedoch überschritten, kommen Transaktionsgebühren auf Sie zu. Auch beleghafte Buchungen sind häufig mit Zusatzgebühren verbunden.

Website der Erste Sparkasse zum Thema Gründer-Konto

Das Gründer-Konto der Erste Sparkasse ist eine gute Geschäftskonten- Alternative für Start-ups.

Gebühren für einzelne elektronische Transaktionen liegen üblicherweise zwischen 10 und 40 Cent. So berechnet zum Beispiel die easybank 13 Cent, die BAWAG P.S.K. 30 Cent pro Buchung.

Holvi bietet mit seinem Starterpaket ein gratis Geschäftskonto, bei dem lediglich Abhebungsgebühren von 2,5% des abgehobenen Betrages bei Nutzung der Kreditkarte anfallen. Auch die Belegerstellung ist inklusive, allerdings sind nur drei kostenfreie Rechnungen erstellbar.

Bucht man hingegen das Grower-Konto, steigt zwar der monatliche Betrag auf 12 Euro, dafür sind jedoch alle Rechnungen und Belege frei und die Abhebungsgebühren sinken auf 2%. 3 Kreditkarten sind inkludiert, für die jeweils 3 Euro Monatsgebühr anfallen.

Ein interessantes Angebot für Gründer bietet auch die Erste Bank. Das sogenannte Gründerkonto beläuft sich auf mindestens 10,97 Euro pro Quartal. Steigt der Umsatz, wird ein ein 0,017-prozentiger Anteil berechnet. Ab dem zweiten Jahr steigt dieser auf 0,035 Prozent.

Weitere Kosten können für Zusatzfunktionen, wie die Bereitstellung von Kontoauszügen, das Anlegen und Pflegen von Daueraufträgen oder Bareinzahlungen bzw. Abhebungen anfallen. Auch Gebühren für Auslandsüberweisungen variieren zum Teil stark von Bank zu Bank.

Beziehen Sie auch Gebühren für eventuelle Zusatzgadgets, wie ChipTAN-Generatoren oder Kartenlesegeräte in Ihre Überlegungen ein.

4.1.2. Kreditkartenkonditionen

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Gebühren und die Anzahl bereitgestellter Kreditkarten. Diese sollte man stets in Verbindung mit den übrigen Konditionen betrachten und abwägen, ob eine kostenfreie Kreditkarte wirklich sinnvoll ist, wenn der monatliche Kontoführungsbetrag dafür sehr hoch ist.

Drei Kreditkarten eines Geschäftskontos, die übereinander liegen

Achten Sie bei der Auswahl Ihres Geschäftskontos auch darauf, wie viele und welche Arten von Kreditkarten im Angebot enthalten sind.

So bekommt man das Holvi-Unlimited-Paket für 98 Euro monatlich, das sämtliche Aktionen kostenfrei bietet und zusätzlich eine beliebige Anzahl Kreditkarten beinhaltet. Ein solcher Deal ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Anzahl und damit die Kosten für die Buchungen sowie Kreditkartengebühren den monatlichen Betrag übersteigen würden.

Im Vergleich vom Geschäftskonto zum Grower-Konto bedeutet das: Da im Monat mit drei Kreditkarten insgesamt 21 Euro für das Grower-Paket anfallen, beträgt die zu zahlende Differenz nur 77 Euro. Diese würde man bei einer Abhebungsgebühr von zwei Prozent erreichen, sobald man pro Monat 3.850 Euro abhebt. Ab diesem Betrag wäre also ein Unlimited-Konto rentabler.

Auf diese Weise sollten Sie die Konditionen der Anbieter untereinander aber auch der verschiedenen Banken gegeneinander abwägen und bei einem Vergleich der Geschäftskonten berücksichtigen.

Einige Angebote, wie zum Beispiel das Gründerpaket der Erste Bank, bieten eine kostenlose Kreditkarte für ein Jahr. Hier sollten Sie sich unbedingt schon vorab über die danach auf Sie zukommenden Kosten informieren.

Für Gold- und Platinum-Kreditkarten können Sie üblicherweise mit zusätzlichen Gebühren rechnen. Diese belaufen sich zum Beispiel bei der Erste Bank auf fünf bis zehn Euro pro Monat.

4.1.3. Filialen- und Bankautomatenverfügbarkeit

Vor allem für Unternehmen, die regelmäßige Bargeldeinzahlungen vornehmen müssen, beispielsweise im stationären Einzelhandel oder Restaurantsektor, ist eine Filialbank oft noch immer die bessere Wahl, da ein flächendeckendes Geldautomatennetz vorhanden ist und gegebenenfalls schnell ein Ansprechpartner gefunden werden kann.

4.1.4. Zusatzangebote

Die Banken versuchen außerdem, Kunden die Kontoführung und Buchhaltung zu erleichtern. Die Erste Bank bietet beispielsweise einen ermäßigten Zugang zum Buchhaltungsprogramm ProSaldo an, das Unternehmen bei der Fakturierung unterstützen soll. Auch hauseigene TAN- und Banking-Apps sind mittlerweile im Standardangebot enthalten.

Hinsichtlich der Kündigungsbedingungen sollten Sie sich vorab informieren. Vor allem Direktbanken ermöglichen es Kunden häufig, ihr Geschäftskonto kostenlos zu kündigen – ohne eine Bindung an Fristen.

Wer ein Geschäftskonto ohne Schufa- oder KSV-Prüfung sucht, sollte sich ebenfalls eher an Direktbanken orientieren. Filialbanken eröffnen üblicherweise ungern ein Geschäftskonto für nicht schufafreie Kunden.

Insbesondere große Unternehmen sollten zudem darauf achten, ob Unterkonten ohne zusätzlich anfallende Gebühren angelegt werden können.

4.2. Mit diesen verschiedenen TAN-Verfahren arbeiten die Banken

Um beim Online- bzw. Mobile Banking Transaktionen anzustoßen, müssen Sie üblicherweise eine TAN-Nummer eingeben, um die Übertragung abzusichern.

Dazu werden unterschiedliche digitale Verfahren genutzt, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen möchten. TAN-Listen sind aus Gründen der Sicherheit seit September 2019 EU-weit nicht mehr erlaubt.

TAN-VerfahrenEigenschaften
SMS-TAN bzw. mTAN
  • TAN wird per SMS zugesendet
  • mittlere Sicherheit
  • Handy bzw. Smartphone kann gestohlen oder Benachrichtigung umgelenkt werden
  • von immer weniger Bankinstituten genutzt
ChipTAN
  • hierzu wird eine Bankomatkarte benötigt, die nach Aufforderung in einen TAN-Generator eingeführt wird, woraufhin das Gerät die TAN anzeigt
  • hohe Sicherheit dank Bankkartennutzung und zwei verschiedener genutzter Geräte
  • TAN-Generator kostet einmalige Gebühr
  • z.B. von Bank Austria angeboten
PushTAN
  • TAN wird über separate App abgerufen
  • hohe Sicherheit bei Verwendung der App via Smartphone, wenn Überweisungen am PC getätigt werden
  • von immer mehr Banken verwendet, darunter z.B. Erste Bank, Bank Austria oder Raiffeisen
PhotoTAN
  • mithilfe einer App wird im Online-Banking-Prozess angezeigter Code eingelesen, der dann eine TAN generieren lässt
  • hohe Sicherheit
  • sehr schnell und unkompliziert und daher zunehmend von Banken genutzt
HBCI
  • sicherstes Verfahren; daher von vielen Geschäftskunden genutzt
  • Kartenlesegerät für Anschluss an PC und separate HBCI-Chipkarte nötig sowie entsprechender Zugang des Finanzinstituts
  • Transaktion wird verschlüsselt an Bank übermittelt unter Zuhilfenahme der Chipkarte und des Lesegerätes
  • anfallende Gebühren für Kartenlesegerät und Chipkarte

Eine ebenfalls sehr sichere und recht neue Technologie ist die der App-TAN. Dabei wird eine TAN über eine App auf dem Smartphone generiert, diese muss aber nicht mehr selbstständig übertragen werden.

Auch hier gilt: Ein Gerät sollte für das Online-Banking, ein anderes für das Abrufen der TAN genutzt werden.

4.3. EPU Geschäftskonto: Welches Geschäftskonto sollten Freiberufler und Kleinstunternehmer wählen?

Website von TransferWise mit Währungsrechner

Mit TransferWise können Sie über ein separates Geschäftskonto besonders günstige Auslandsüberweisungen tätigen.

Mehr als eine Viertelmillion EPU (=Ein-Personen-Unternehmen) sind in Österreich registriert. Dabei handelt es sich um Selbstständige, die in der Regel keine häufigen Beratungen vor Ort oder ein umfassendes Servicepaket benötigen, da Sie alleine und eher mit kleinen bis mittleren Summen arbeiten.

Daher stellen Direkt- wie Filialbanken auch speziell auf EPU zugeschnittene Geschäftskonten zur Verfügung, die vor allem eines sind: günstig und auf das Nötigste reduziert. Im Vergleich der Geschäftskonten von Filial- und Direktbanken können diese also überzeugen.

So bieten beispielsweise N26, TransferWise, Holvi und Hello Bank eine kostenlose Kontoführung sowie eine ebenso kostenlose Kreditkarte inklusive des Geschäftskontos für Kleinunternehmer an. Letztere fordert allerdings ein zusätzliches aktiv geführtes Wertpapierdepot.

Die Erste Bank hat zwei EPU-Geschäftskonten vorzuweisen, wobei das Smart-Paket im Gegensatz zum Plus-Angebot keine Kreditkarte beinhaltet. Für beide Angebote fallen Gebühren von etwa 30 Euro an, dafür stehen, im Gegensatz zur Direktbank, Filialen zur Verfügung. Zudem ist ein günstiger Zugang zur Buchhaltungssoftware ProSaldo inkludiert.

Die Direktbank bunq oder auch die Bank Austria erheben wiederum monatliche Gebühren im einstelligen Bereich sowie Transaktionsgebühren zwischen 10 und 40 Cent pro Buchung. Die Sparda-Bank beschränkt sich auf eine Monatsgebühr von etwa 10 Euro und liefert eine Bankomatkarte inklusive.

5. Können Sie ein Geschäftskonto ohne Schufa- bzw. KSV-Prüfung einrichten?

Ein Geschäftskonto trotz Schufa- oder KSV-Eintrag zu eröffnen ist oft nicht einfach.

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Vor allem Filialbanken lehnen im Vergleich zu Geschäftskonto-Anbietern besonders häufig Anwärter mit entsprechenden Einträgen üblicherweise eher ab. Einige Onlinebanken hingegen, wie zum Beispiel die niederländische bunq oder TransferWise, bieten jedoch auch Businesskonten ohne Bonitäts- und Eintragsprüfungen an.

Beachten Sie allerdings die Bedingungen, an die eine solche Kontoeröffnung geknüpft sind. So werden üblicherweise keine Dispokredite gewährt, um Überziehungen vorzubeugen.

6. Welches Urteil fällt Finanztest hinsichtlich des Geschäftskonten-Angebots?

Einen großen Geschäftskonten-Vergleich führte die Finanztest-Fachredaktion der Stiftung Warentest zuletzt 2010 durch, weshalb die Ergebnisse mittlerweile kaum noch aktuell sind. Zudem wurde kein offizieller Geschäftskonto-Testsieger unter 30 Anbietern ermittelt.

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Generell wurde jedoch das Geschäftskonto der Direktbank DKB als eines der günstigeren Modelle ausgemacht, während unter anderem die Deutsche- und die Hypovereinsbank ihre Gebühren an den eingezahlten Beträgen orientierten.

Generell wies die Stiftung darauf hin, dass man insbesondere in Verhandlungen mit Filialbanken vor Ort oft auch günstigere Konditionen als angegeben aushandeln könne. Auch Nachverhandlungen sind oft sinnvoll.

7. Häufig gestellte Fragen zum Thema „Geschäftskonto“

Sollten einige Ihrer Fragen bezüglich Geschäftskonten bislang unbeantwortet geblieben sein, hoffen wir diese abschließend auf oe24.at für Sie klären zu können:

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7.1. Ab wann ist ein Geschäftskonto notwendig?

Für Personen- und Kapitalgesellschaften gilt in Österreich eine Geschäftskonto-Pflicht. Freiberufler und Selbstständige können ein Geschäftskonto eröffnen, müssen das allerdings, vor allem bei sehr geringen Einnahmen, nicht zwangsweise.

Dennoch empfiehlt es sich, zu Beginn seiner Selbstständigkeit frühzeitig über ein separates Geschäftskonto nachzudenken. Getrennte Konten führen zu übersichtlichen Zahlungsströmen und erleichtern einem selbst wie auch dem Finanzamt die Nachvollziehbarkeit.

Achtung: Vor allem wenn Sie planen, Ihr Geschäft im Laufe der Zeit zu erweitern, sollten Sie gleich zu Beginn ein entsprechendes Konto einrichten, um einen organisatorischen Zusatzaufwand im Nachhinein zu vermeiden.

Vor allem Geschäftskonten für Kleingewerbe und Freiberufler mit geringen Einnahmen werden zudem oft als kostenlose Geschäftskonten angeboten. Teilweise fällt ab einer gewissen Einnahmen- bzw. Umsatzgrenze eine Gebühr an.

7.2. Kann ein Geschäftskonto gepfändet werden?

Auch Geschäftskonten können gepfändet werden. Wie auch bei der Pfändung von einem Privatkonto gilt jedoch, dass das Existenzminimum erhalten bleiben muss.

7.3. Welche Buchungen gehen vom Geschäftskonto ab?

Grundsätzlich sollten sämtliche betriebliche Einnahmen und Ausgaben über das Geschäftskonto, gegebenenfalls mit Unterkonten, laufen. Dazu zählen unter anderem die Betriebseinnahmen selbst, aber auch Ausgaben für Dienstleistungen, Miete, Fuhrpark, Unternehmensausstattung, IT-Komponenten, Reisekosten sowie Lohn- und Gehaltszahlungen.

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