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Rennrad-Reifen-Vergleich 2019

Die Redaktion vom Test- und Vergleichsportal von OE24.at präsentiert Ihnen die besten Rennrad-Reifen.

Rennrad-Reifen sind häufig höheren Belastungen ausgesetzt, da Sie mit derartigen Fahrrädern mit sehr hoher Geschwindigkeit unterwegs sein können. Deshalb ist es wichtig, dass die Reifen mit zusätzlichem Schutzmaterial versehen sind. Außerdem beeinflussen Sie auch das Fahrverhalten Ihres Rennrads.

In unserem Ratgeber haben wir für Sie zusammengefasst, worauf Sie beim Kauf von Rennrad-Reifen laut verschiedener Tests achten sollten. Vergleichen Sie auch Produkte verschiedener Hersteller in unserer Tabelle.

Kaufberatung zum Rennrad-Reifen-Test bzw. Vergleich: Wir helfen Ihnen bei der Auswahl Ihres Rennrad-Reifen-Testsiegers!

  • Rennrad-Reifen sollen das Fahren auf dem Rennrad, mit teilweise hohen Geschwindigkeiten, sicher gestalten.
  • Sie beeinflussen auch das Fahrverhalten und sollten deshalb ein leichtes Gewicht, guten Grip und wenig Rollwiderstand besitzen.
  • Es gibt verschiedene Arten von Reifen, wie die Schlauchreifen, Faltreifen, drahtreifen oder Tubeless-Reifen.

rennrad-reifen-test
Die Entwicklung der Fahrradreifen begann bereits Mitte des 19. Jahrhunderts. 1845 meldete der Schotte Robert William Thomson seine Luftbereifung zum Patent an. Diese bahnbrechende Erfindung fand jedoch erst öffentliche Anerkennung als 1888 der Tierarzt John Boyd Dunlop sowie 1889 der Franzose Édouard Michelin Luftreifen für Fahrräder patentieren ließen. Vor allem die Anforderungen an Rennrad-Reifen haben sich seither stark verändert. Sie sind im Jahr 2019 nicht mehr mit den Ansprüchen der Vergangenheit vergleichbar.

Um Ihnen die Auswahl zwischen den verschiedenen Reifen für Ihr Rennrad zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Kriterien auf oe24.at für Sie zusammengefasst.

1. Die verschiedenen Arten der Bereifung

Es gibt bei den Reifen drei verschiedene Typen sowie einige Untergruppen, die Sie (rein theoretisch) auf Ihr Fahrrad aufziehen können. Gemeinsam ist (fast) allen Kategorien, dass sie über eine sogenannte Karkasse verfügen. Die Karkasse begrenzt die Dehnbarkeit des Reifens und hält ihn in Form.

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Hinweis: Die Einheiten EPI (Ends per Inch) und TPI (Threads per Inch) geben bei den Karkassen die Zahl der Fäden pro Zoll an.

1.1. Drahtreifen sind besonders stabil

Der am häufigsten verwendete Reifen ist der Drahtreifen. Er hat sich bei diversen Vergleichen als am stabilsten erwiesen und besteht auch einen Rennrad-Reifen-Test. Ein einzelner Draht oder ein aus feinen Einzelsträngen bestehendes Seil wird beim Drahtreifen in den inneren Reifenrand eingearbeitet. Felgen für diese Reifen tragen die deutsche Bezeichnung Tiefbettfelge, Hakenfelge oder Drahtreifenfelge beziehungsweise den englischen Namen Clincher.

1.1.1. Faltreifen
rennradreifen-zubehoer

Fürs Gelände sind Slicks nicht geeignet, aber dafür haben sie einen geringen Rollwiderstand.

Bei den Faltreifen handelt es sich um eine Sonderform der Drahtreifen. Statt Drähten kommt ein Bündel Aramidfäden in den Reifenrand. Die Faltreifen sind zwischen 50 Gramm und 100 Gramm leichter als die Drahtversion. Deshalb werden sie häufig als Rennradreifen verwendet.

1.1.2. Ballonreifen

Ballonreifen sind etwas breitere Drahtreifen. Sie benötigen weniger Druck und federn Erschütterungen/Vibrationen besonders gut ab. Sie werden aufgrund ihrer Robustheit als Mountainbike-Reifen (MTB-Reifen) geschätzt. Allerdings würden sie bei einem Vergleich keinesfalls zu den Rennrad-Reifen-Testsiegern gehören.

1.1.3. Slicks

Bei Slicks handelt es sich um profillose Reifen. Aufgrund des geringeren Rollwiderstandes erfreuen sie sich als Rennrad-Reifen großer Beliebtheit. Auch bei normalen Rädern kommen sie inzwischen immer mehr in Mode. Slicks laufen nicht nur leichter als profilierte Reifen, sondern sie halten zudem länger. Allerdings eignen sie sich nicht für Fahrten im Gelände, auf Schotter- oder Kieswegen sowie in Matsch und Schnee.

1.2. Schlauchreifen haben einen geringeren Rollwiderstand

Ein typischer Rennrad-Reifen ist der Schlauchreifen. Der Mantel wird dabei um den Schlauch genäht und im Anschluss mit doppelseitigem Klebeband oder Reifenkitt auf der Hohlkehle der Felge befestigt. Schlauchreifen haben besonders wenig Gewicht und einen deutlich geringeren Rollwiderstand als andere Reifenarten. Aufgrund der hohen Kosten kommen sie jedoch in der Regel nur im Profisport zum Einsatz.

Vorgeschrieben sind sie für den Bahnsport, da Schlauchreifen im Gegensatz zu Drahtreifen den dort üblichen Reifendruck von mehr als zehn Bar aufnehmen können.

1.3. Es geht auch schlauchlos

rennrad-reifen-continental

Der Continental Reifen Rennrad Grand Prix 4-Season gilt als robuster Ganzjahresreifen.

Es gibt für Fahrräder, ähnlich wie beim Auto und Motorrad, sogenannte Tubeless-Reifen. Der Begriff tubeless stammt aus dem Englischen und bedeutet schlauchlos. In der Regel handelt es sich dabei um Draht- oder Faltreifen.

Sie sind so an der Felge angebracht, dass eine dichte Luftkammer entsteht. Diese Reifenart wird überwiegend bei Rennrädern und im Vielfahrersektor verwendet.

1.4. Es gibt noch weitere Reifenarten

1.4.1. Winterreifen

Das Fahren von normalen Rennrad-Reifen ist nicht nur bei Eis und Schnee ungemütlich, sondern aufgrund der fehlenden Traktion in der kalten Jahreszeit generell gefährlich. Neben einer vernünftigen, für den Winter geeigneten Rennrad-Bekleidung gehören deshalb Winterreifen aufs Rennrad, die mit einer besonderen Gummimischung hergestellt werden.

Sommerreifen eignen sich hingegen nicht für eine Fahrt bei Eis und Schnee, da sie mit einem zu geringen Rennrad-Reifen-Profil bestückt sind. Die Fahrradreifen für den Winter sind bei niedrigeren Temperaturen elastischer und weisen eine bessere Haftung auf. Spikereifen sorgen bei besonders üblen Witterungsverhältnissen zusätzlich für Sicherheit. 

Die Stiftung Warentest weist in ihrem Artikel über Rennradreifen daraufhin, dass bei Fahrrädern die Nutzung von Spikes auf deutschen Straßen erlaubt ist. Bei Autos sieht das anders aus. Einen Rennrad-Reifen-Test beziehungsweise Rennrad-Reifen-Vergleich stellt das renommierte Testportal allerdings nicht zur Verfügung. Auch Ökotest hat bisher keinen Rennrad-Reifen-Test durchgeführt. Deshalb können wir Ihnen auf oe24.at keinen Testsieger der Institutionen mitteilen.

rennrad-reifen-vollgummi

Mit Vollgummireifen haben Sie nicht so schnell eine Panne.

1.4.2. Vollgummireifen

Wer seine Rennrad-Reifen pannensicher machen möchte, kann auf Vollgummireifen umrüsten. Sie kommen auf die gleichen Felgen wie Drahtreifen. Tests zeigten jedoch, dass sich die Nutzung von Vollgummireifen nachteilig auf den Fahrkomfort und die Geschwindigkeit auswirkt.

1.4.3. PU-Schaum-Reifen

Eine Alternative zu Vollgummireifen sind PU-Schaum-Reifen. Aufgrund ihres geringeren Gewichts haben sie einen schwächeren Rollwiderstand. Bei einem Rennrad-Reifen-Test hätten allerdings auch PU-Schaum-Reifen wenige Chancen, zum Testsieger gekürt zu werden.

2. Rennrad-Reifen im Test: Haltbarkeit und Reifencodierung

Zulassung

Im Gegensatz zu Auto- und Motorradreifen benötigen Fahrradreifen gemäß Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) §22a Abs. 1 Nr. 22 (Bauartgenehmigung für Fahrzeugteile) keine gesonderte Zulassung. Allerdings müssen Fahrradreifen über Angaben zur metrischen Größe und dem vorgesehenen Luftdruck verfügen.

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Der beste Rennrad-Reifen wird nutzlos, wenn die Haltbarkeit überschritten ist. Sowohl Rennrad-Reifen als auch die dickeren Reifen des normalen Alltagsrads bestehen aus einer Gummimischung. Jede Gummimischung unterliegt der Abnutzung und einem Alterungsprozess. Lange Stehzeiten mindern die Lebensdauer der Reifen in hohem Maße. Also, macht es in dem Falle keinen Unterschied, ob Sie Rennrad-Reifen aufziehen oder Standardreifen.

Die Faustregel sagt, dass gute Reifen eine Laufleistung zwischen 4.000 und 12.000 Kilometer erreichen. Stand Ihr Rad über längere Zeit in der Garage oder gar im Freien, sollten Sie vor einer Tour die Reifen einem gründlichen Test unterziehen oder von einer Werkstatt überprüfen lassen.

rennradreifen-haltbar

Auch Rennrad-Reifen sind nicht ewig haltbar.

Auch wenn Ihre Ersatzräder älter als zwei bis drei Jahre sind, ist es in der Regel sinnvoll, neue Rennrad-Reifen zu kaufen. Ansonsten laufen Sie Gefahr, mit einem Platten liegen zu bleiben.

Beim Aufpumpen könnte ein überalterter Reifen zudem platzen und sich aufgrund des hohen Drucks in ein Geschoss verwandeln.

Auf hochwertigen Reifen finden Sie häufig eine Codierung ähnlich der DOT-Nummer von Autoreifen. Sie gibt Auskunft über das Herstellungsdatum. Bei den Fahrradreifen des Herstellers Continental sehen Sie neben der Typenbezeichnung einen Kreis mit vier Segmenten und eine Zahl. Die Zahl steht für das Produktionsjahr, jedes Kreissegment für ein Quartal. Sind also im Kreis beispielsweise die Ziffer fünf und sieben Punkte zu sehen, wurde der Reifen im Juli 2005 (07/2005) produziert.

3. Wissenswertes über Reifenbreite und Reifendruck bei Rennrad-Reifen

Auch wenn Sie günstige Rennrad-Reifen erwerben, finden Sie auf der Reifenflanke mindestens zwei verschiedene Angaben zum Luftdruck, meistens Bar, kPa und/oder PSI. Grundsätzlich gilt, dass schmale Reifen einen höheren Druck benötigen als breite Reifen.

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  • Ein Bar entspricht dem Erdoberflächenluftdruck beziehungsweise dem Wasserüberdruck in zehn Meter Wassertiefe.
  • Ein kPa (Kilopascal) entspricht dem Druck, den ein Newton Kraft auf einen Quadratmeter ausübt.
  • Ein PSI (Pound-force per square inch/pound per square inch, amerikanische Maßeinheit) ist der Druck, den die Kraft eines angloamerikanischen Pfunds bei einem g (Normalfallbeschleunigung) auf einen Quadratzoll ausübt.

3.1. Der richtige Reifendruck

ReifenDruck
Mountainbikebereifung

mtb reifen

  • 2 bar bis 4 bar
Mountainbikebereifung schlauchlos

mtb reifen schlauchlos

  • 1,8 bar bis 2,5 bar
Tour-/Trekkingradreifen

tourreifen

  • 3,5 bar bis 6 bar
Rennrad-Reifen (Draht- oder Schlauchreifen)

rennradreifen test

  • 7 bar bis 9 bar
Bahnradreifen

bahnradreifen

  • 10 bar bis 13 bar

3.2. Die Auswirkungen von niedrigerem Reifendruck

ArtDruckFolge
Federungskomfort
    niedrig
    höherer Fahrkomfort
Rollwiderstand
    niedrig
    höherer Rollwiderstand und Walkarbeit des Reifens
Rauer/kiesiger Untergrund
    niedrig
    besserer Rollwiderstand, geringere Bewegungsenergie
Asphaltierte Wege
    niedrig
    bessere Traktion
Fahrverhalten
    niedrig
    Verringerung der Stabilität und Fahrsicherheit
Reifenstabilität
    niedrig
    Gefahr des Ventilabrisses
Körpergewicht des Fahrers
    je höher das Gewicht, desto höher der Reifendruck

3.3. Das Verhältnis Reifenbreite/Felgenbreite ist wichtig beim Wechsel

In Abhängigkeit von der Maulweite der Felge passen unterschiedlich breite Rennrad-Reifen auf das Rad. Allerdings ist nicht jedes Breitenverhältnis sinnvoll. Deshalb gibt es von der ETRTO eine Normliste für empfehlenswerte Paarungen. Diese sollten Sie berücksichtigen, wenn Sie die Rennrad-Reifen wechseln.

3.4. Verschiedene Bezeichnungen bei der Rennrad-Reifen Größe

ETRTO

ETRTO steht für European Tyre and Rim Technical Organisation (Europäische Reifen- und Felgen-Sachverständigenorganisation). Gegründet wurde der Verband 1964, existierte jedoch bereits von 1956 bis 1964 unter dem Namen ETWTC (European Tyre and Wheel Technical Conference, deutsch: Europäische technische Reifen- und Räderkonferenz).

Bei den Reifen wird die Größe nach der ETRTO angegeben. Allerdings kommen in der Praxis noch immer die älteren französischen und englischen Bezeichnungen zur Anwendung.

3.4.1. ETRTO-Bezeichnung

Die nach der ETRTO korrekte Bezeichnung Rennradreifen 23-622 gibt beispielsweise an, dass die Reifenbreite 23 mm einen Innendurchmesser von 622 mm beträgt. Bei einem Rennrad-Reifen 25-622 bedeutet das einen Innendurchmesser von 622 mm und eine Breite von 25 mm.

3.4.2. Zollbezeichnung

Wenn ein Rennrad-Reifen mit 28 Zoll die Bezeichnung 28×1.40 trägt, handelt es sich um eine Zollbezeichnung. Sie bedeutet, dass der Reifen 28 Zoll Außendurchmesser hat bei einer Reifenbreite von 1,40 Zoll. Seien Sie bei einer Kaufberatung nicht verwirrt, wenn der Verkäufer einen Reifen mit einem Innendurchmesser von 630 mm kurioserweise als 27-Zoll-Reifen bezeichnet, das ist korrekt.

3.4.3. Französische Bezeichnung
rennrad-reifen-groessen

Wer sich ein Rennrad zulegen möchte, muss sich erst einmal mit den verschiedenen Bezeichnungen der Reifengrößen auseinandersetzen.

Ein Rennrad-Reifen 700x23c führt eine französische Größenangabe. Sie sagt aus, dass die Reifenbreite 23 mm beträgt und der Außendurchmesser 700 mm.

Der Buchstabe steht für den Innendurchmesser C mit 622 mm. Die französische Bezeichnung wird unter anderem für Rennreifen der Marke Continental, wie dem Grand Prix, verwendet.

3.4.4. Rennrad-Mantel 23-622

Für den Rennrad-Mantel existiert ebenfalls eine ETRTO-Norm. Ein sogenannter Felgenmantel mit einer Größe von 23-622 passt auf eine Felgenmaulweite von 15 mm bei einer Radgröße von 622 mm.

Sie entspricht der französischen Bezeichnung 700x23C.

Hinweis: Die Maulweite bezeichnet das lichte Maß zwischen den Felgenhörnern. Die ETRTO schreibt ein Mindestmaß der Maulweite in Abhängigkeit der Reifenbreite vor, da sie die Spurstabilität des Reifens maßgeblich beeinflusst.

rennrad-reifen-rollentrainer

Mit einem Rollentrainer lässt es sich auch gut zu Hause trainieren, wenn draußen Schnee und Eis liegen.

4. Rollentrainer für das Training im Winter

Rollentrainer sind wie ein guter Rennrad-Sattel kein unnötiger Luxus, sondern eine sinnvolle Ergänzung des Rennrad-Zubehörs. Statt sich den Gefahren eines Unfalls auf Eis und Schnee auszusetzen, können Sie mit einem Rollentrainer im Winter Ihr Training fortsetzen und damit Ihre Kondition halten.

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Wir raten Ihnen auf oe24.at, dass Sie die richtigen Rennrad-Reifen für Rollentrainer  verwenden sollten. Der beste Reifen wird nutzlos und kann sogar schaden, wenn er sich für den Rollentrainer nicht eignet.

Zum Einsatz kommen sogenannte Indoorreifen, wie beispielsweise der Continental Rennradreifen für Hometrainer oder der Insider Rennradreifen von Schwalbe.

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