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Veröffentlicht am 28.12.2019, 13:54 Uhr

Andreas Mölzer (FPÖ) über den Historikerbericht

0 Aufrufe Quelle: ORF

Armin Wolf und Andreas Mölzer lieferten sich in der ZiB2 einen heftigen Schlagabtausch zum FPÖ-Historikerbericht.

Zwar hatte die FPÖ-Spitze sich just den Tag vor Weihnachten ausgesucht, um ihren Historikerbericht zur Aufarbeitung der blauen Parteigeschichte zu präsentieren - von Kritik wurde sie aber trotzdem nicht verschont. Während die Historikerin Heidemarie Uhl von der Akademie der Wissenschaften "mangelnde selbstkritische Auseinandersetzung" in dem 700-Seiten-Bericht bekrittelte, erhob ein anderer Experte gar Plagiats-Vorwürfe.
 
"Plagiatsjäger" Stefan Weber fand nach einer kursorischen Analyse von Beiträgen des Historikers Michael Wladika über die NS-Vergangenheit von Funktionären der FPÖ und ihres Vorläufers, des Verbandes der Unabhängigen (VdU), "zahlreiche Übereinstimmungen" mit Wikipedia-Artikeln. Ganze Passagen wurden scheinbar rauskopiert.
 

Schlagabtausch in der ZiB2

Andreas Mölzer war nun am Freitag zum umstrittenen Historikerbericht in der ZiB2 zu Gast.  ORF-Anchor Armin Wolf sparte dabei nicht an Kritik an der FPÖ-Kommission. Der Bericht würde wissenschaftlichen Kriterien nicht ensprechen und strotze vor Fehlern.  Wolf zitiert dann das vernichtende Urteil des Plagiatsjäger" Stefan Weber:„Jeder seriöse Verlag würde dieses Buch wieder einstampfen.“
 
Während Mölzer das Vorgehen der FPÖ verteidigt, legt der ZiB2-Moderator nach. „Das Bermerkenswerte ist doch was da alles drinsteht und was dann wieder nicht drinsteht.  Praktisch alles was in den letzten Jahrzehnten heikel war und diskutiert wurde, kommt in dem Bericht nicht vor.“ Wolf erwähnt dabei etwa Straches Neonazi-Vergangenheit oder Haiders Beschäftigungspolitik-Sager. Dem kontert dann Mölzer: „Nein, das ist nicht wahr“. Die genannten Beispiele seien sehr wohl konkret aufgearbeitet worden. 
 
Es entwickelt sich in weiterer Folge ein heftiger Schlagabtausch. Wolf kritisiert, dass der „der zentrale Anlass für den Bericht, nämlich die Debatte um die Burschenschaften“ kaum vorkomme. Als Mölzer dies damit rechtferigt, dass man „in Zeiten der Datenschutzverordnung nicht in private Archive hineinschauen“ könne, fällt ihm Wolf ins Wort. „Aber Herr Mölzer, jetzt bei allem Respekt, aber das ist doch Unsinn.“

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