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Veröffentlicht am 20.11.2019, 07:41 Uhr

Aufräumarbeiten nach heftigen Unwettern

0 Aufrufe Quelle: APA/ORF

   Bez. St. Johann im Pongau/Tamsweg/Zell am See (APA) - Nach dem heftigen Starkregen mit unzähligen Erdrutschungen und Murenabgängen im südlichen Teil Salzburgs waren die Aufräumarbeiten am Dienstag voll im Gang. Das gesamte Ausmaß des Ereignisses war erst am Montagnachmittag bei Erkundungsflügen festgestellt worden. Alleine im Gasteinertal und im Raurisertal sind jeweils Hunderte abgerutschte Hänge gesichtet worden.

   Die massivsten Schäden dürfte es neben dem Gasteinertal im benachbarten Großarltal gegeben haben, sagte der Pongauer Katastrophenreferent Norbert Paßrucker am Dienstag im APA-Gespräch. Bad Gastein war auch am Dienstag weder auf der Straße noch per Bahn erreichbar, Passrucker zeigte sich aber zuversichtlich, dass die Straßenverbindung im Lauf des Nachmittags wieder geöffnet werden kann. Neben Bad Gastein war am Dienstag auch die Gemeinde Hüttschlag im Großarltal weiterhin nicht erreichbar.

   "Wir arbeiten nun alle Schadensfälle nach Priorität ab. Wir schauen, dass zunächst die wichtigste Infrastruktur wiederhergestellt und die evakuierten Häuser wieder bewohnt werden können", so der Katastrophenreferent. Am Dienstagvormittag waren alleine im Pongau noch rund 20 Häuser aus Sicherheitsgründen evakuiert. Im Bereich der Straßeninfrastruktur galt die B311 als vorrangig, die im Bereich Schwarzach seit gestern unbefahrbar ist. Dort ist laut Passrucker auch die Umfahrung über die Hochkönig Bundesstraße B164 weggefallen, weil auch dort von Montag auf Dienstag eine Mure abgegangen ist. Der Pinzgau ist von Salzburg aus daher nur über das Kleine Deutsche Eck erreichbar. Für die Instandsetzung der B311 seien sehr mutige Baggerfahrer nötig, wenn alles gut laufe, könne die Straße am Donnerstag wieder freigegeben werden.

   Dank der guten Witterung gingen die Aufräumarbeiten am Dienstag überall gut voran. Unterstützt wurden die Hilfsmannschaften auch von rund 50 Soldaten des Bundesheeres. Neben den Arbeiten an beschädigten Straßen oder Wasserleitungen wurden vor allem die großteils randvollen Sperrbauwerke der Wildbach- und Lawinenverbauung geräumt, damit diese bei neuerlichen Niederschlägen und Rutschungen wieder aufnahmefähig sind.

   Im Lungau waren am Dienstag noch die B95 Turracher Straße und die L211 Muhrer Landesstraße gesperrt. Beide können aber möglicherweise noch heute geöffnet werden. In diesem Bezirk blieben weiterhin elf Häuser in Muhr, acht Häuser in Ramingstein und eines in Zederhaus evakuiert. Im Pinzgau konnten bis auf ein Haus im Zeller Ortsteil Thumersbach alle Evakuierungen aufgehoben werden. Auch die Ortsdurchfahrt durch Zell am See war zumindest einspurig wieder offen.

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