Türkis-blaue Zungenküsse

oe24.TV-Kommentator Rudi Fußi

Türkis-blaue Zungenküsse

„Die FPÖ kann es nicht“, sprach Kurz kurz nach Erscheinen des Ibiza-Videos. Davon ist nun keine Rede mehr. Mittlerweile weiß man auch, dass Kurz mit Hofer weiterregieren wollte um fast jeden Preis. Erst die Landeshauptleute, angeführt von Johanna Mikl-Leitner, wollten partout das Ende der Zusammenarbeit und die Ablöse von Herbert Kickl.
 
Kurz wäre das egal gewesen. Wie das zusammenpasst? Kurz geht es um Macht, nicht wirklich um Inhalte. Und das eint ihn mit den Glücksrittern von der FPÖ, die Macht eher als Möglichkeit zum Machtmissbrauch ver­stehen. In jedem zivilisierten Land würde die FPÖ keine Chance auf eine Regierungsbeteiligung haben. Kein vernünftiger, staatstragend agierender Politiker würde nur eine Sekunde einen Gedanken daran verschwenden, erneut mit dieser Gurkentruppe zu koalieren.
Sebastian Kurz denkt nicht nur daran, er betont auch, dass er „sehr glücklich mit der Zusammen­arbeit“ gewesen sei. Ablehnung des UN-Migra­tionspaktes, Tschicken in den Lokalen, 140 auf der Autobahn, Umfärbung des Sozialversicherungsbereichs. Das alles macht den Sebastian Kurz also glücklich.
 

Der Wille zur Macht und zum Gesetzesbruch

 
Und eines hat Kurz mit der FPÖ ebenfalls ge­meinsam: den Willen zum Gesetzesbruch. Bei den Wahlkampfkosten bereits vorexerziert, von beiden. Und dieser Wille zu Macht, Gesetzesbruch und Vortäuschen einer nicht vorhanden Reformpolitik bringt Norbert und „Basti“ nun wohl erneut zusammen.
Das TV-Duell war keines, es war die Ouvertüre zum erneuten Zungenküssen der beiden Protagonisten. Es ist beschämend. Aber für Kurz und Hofer ein Grund zum Feiern.
 

Beim Schmusen bitte nicht in Haare greifen

 
Während in der Zivilgesellschaft Zehntausende dafür kämpfen, dass Kinder in Schulen etwas G’scheites zu essen kriegen, Deutschkurse für Flüchtlinge zur Verfügung stehen, Kleidung für sozial Schwache bereitgestellt wird und leistbare Wohnungen von Privat an Bedürftige vermietet werden, geht Kurz mit 15 Freunden feiern und bezahlt dafür 26.000 Euro.
 
Das ist unanständig, weltfremd, eine Verhöhnung der Normalbevölkerung. Eine perfekte Basis für die erneute Zusammenarbeit mit der FPÖ.
PS: Beim Schmusen nicht in die Haare greifen, die waren nicht billig.
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