Blauer Parteitag mit Hindernissen

FPÖ beschwört Einheit

Blauer Parteitag mit Hindernissen

„Das habe ich gerade noch gebraucht“, soll der designierte FPÖ-Chef Norbert Hofer nach dem ­Auftritt von Ursula Stenzel bei einem Identitären-Aufmarsch am vergangenen Samstag den Seinen gesagt haben. ÖSTERREICH deckt nun (siehe Politik-Insider) die nächste Verstrickung von FPÖ und Identitären auf. Und das just wenige Tage vor dem FPÖ-Parteitag in Graz.

Dort will Hofer die Schatten des Ibiza-Skandals – Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hatte dort einer vermeintlichen russischen Oligarchennichte Staatsaufträge für Parteispenden in Aussicht gestellt – sowie die permanenten blauen „Einzelfälle“ vergessen machen lassen. Hofer, der sich in den vergangenen Tagen immer demonstrativer hinter FP-Klubchef Herbert Kickl gestellt hat, will beim Parteitag „Einheit“ beschwören und die Reihen schließen.

Kickl wird bei Parteitag Oppositionsrede halten

Angriff. Beim Parteitag muss Hofer – zwei Wochen vor der Nationalratswahl – freilich auch von den blauen Delegierten gewählt werden. Er braucht dort ein Ergebnis, das deutlich über 90 Prozent liegt, und kann daher weder Stenzel noch den FP-Kandidaten mit Identitären-Nähe ausschließen. Denn das würden Teile der blauen Basis alles andere als gutheißen.

In der blauen Basis kommt schließlich FP-Hardliner Kickl gut an. Er wird seine Leute mit einer knallharten Oppositionsrede bei Laune halten. Ihr inhaltliches Heil suchen die Blauen bei ihrem ewigen Kernthema: Sie wollen in den verbleibenden Tagen mit harten Anti-Migra­tionsparolen punkten und Politkonkurrenz und Medien attackieren.

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