Geheimdienst soll ÖVP-Hacker schnappen

Task Force tagt

Geheimdienst soll ÖVP-Hacker schnappen

Innen- und Verteidigungsministerium beschäftigten sich gestern mit dem von der ÖVP angezeigten Hackerangriff auf die türkise Parteizentrale. Bundeskriminalamt und Verfassungsschutz (Inlandsgeheimdienst) erhalten auch Unterstützung der Nachrichtendienste des Heeresressorts.

Immerhin könne nicht ausgeschlossen werden, dass ein „staatlicher Akteur“ hinter dem mutmaßlichen Cyberangriff, bei dem 1.300 GB an VP-Daten gestohlen worden sein sollen, stecke.

Cyber-Security-Experte wertet Daten aus

Am Freitag waren Ermittler auch bereits, wie berichtet, in der VP-Zentrale in der Lichtenfelsgasse in Wien. Die Türkisen haben ihnen vollen Zugang gewährt. Der eigens von Sebastian Kurz engagierte Cyber-Security-Topmann Avi Kravitz kooperiert zudem eng mit Bundeskriminalamt und Verfassungsschutz.

Kravitz hat „Fehler“ gefunden, die die Angreifer digital gemacht hätten. Fünf Wochen sollen sie Zugang zu sämtlichen Daten der ÖVP – Kampagnenpläne, E-Mails, Konkurrentenbeobachtung, Vorbereitungen auf Wahl­duelle und Interviews sowie Buchhaltung und Spendenlisten – gehabt haben. Kravitz wertet all das nun auf weitere Spuren aus.

Die Regierung dürfte nicht allzu überrascht von diesem Angriff sein. Bereits im August hatte sie eine Task Force „hybride Bedrohung“ eingerichtet, die wöchentlich tagt. Auch das Rapid-Alert-System der EU, das Desinformations­kampagnen und Wahlmanipulationsversuchen kontern soll, ist bereits mit dem von der ÖVP angegebenen Angriff betraut.

Nationaler Sicherheitsrat tagt am Mittwoch

Es wird der erste Nationale Sicherheitsrat für Kanzlerin Bierlein sein. Am Mittwoch um 11 Uhr wird das Gremium zur Polit-Causa „Hackerangriff auf ÖVP“ ­tagen. Peter Pilz und FPÖ – sie ziehen den Angriff in Zweifel – wollen dort Details von der Regierung hören. Das Gremium unterliegt einer strengen Verschwiegenheitspflicht.

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