37 Forscher in Antarktis gerettet

Schifffahrtzwischenfall

37 Forscher in Antarktis gerettet

Die Crew will den australischen Eisbrecher nun wieder flottmachen.

Nach zwei Tagen im Packeis sind die Forscher auf dem in der Antarktis festsitzenden australischen Eisbrecher wieder an Land: Die 37 Wissenschafter wurden am Freitag von der "Aurora Australis" gerettet und mit einem Schiff zur nahe gelegenen Forschungsstation Mawson gebracht, wie die australische Antarktis-Behörde AAD mitteilte.

Auf Grund gelaufen
Die Crewmitglieder sollten zunächst an Bord bleiben und versuchen, den Eisbrecher wieder flott zu machen. Die "Aurora Australis" war am Mittwoch bei einer Versorgungsmission für die Mawson-Station in West Arm in Horseshoe Harbour auf Grund gelaufen. Die 68 Forscher und Besatzungsmitglieder an Bord konnten wegen eines Schneesturms zunächst nicht in Sicherheit gebracht werden. Am Schiffsrumpf wurde nach Angaben der AAD ein Riss festgestellt. Dieser gefährde jedoch nicht die Stabilität des Eisbrechers. Auch bestehe keine Gefahr, dass Treibstoff auslaufen könne.

Wenn es der Besatzung gelingt, das Schiff wieder flott zu machen, soll die "Aurora Australis" an eine geschützte Stelle fahren, um den Schaden genauer zu untersuchen, wie die Reederei P&O Maritime Services mitteilte. Dies könne drei Tage dauern.

Dramatische Rettungsaktion
Die "Aurora Australis" war vor zwei Jahren an einer dramatischen Rettungsaktion für ein russisches Forschungsschiff beteiligt gewesen. Die "Akademik Schokalskij" war zu Weihnachten 2013 mit 52 Wissenschaftern, Touristen und Journalisten stecken geblieben. Diese wurden Anfang Jänner 2014 von einem Hubschrauber des chinesischen Eisbrechers "Xue Long" ("Schneedrache") zur "Aurora Australis" geflogen, die die Geretteten nach Tasmanien brachte.

30 Menschen sitzen fest
Australien hat drei ständige Forschungsstationen in der Antarktis - Mawson, Davis und Casey - sowie eine weitere auf der Macquarieinsel. Wegen der Panne der "Aurora Australis" sitzen auf der Davis-Station bis zu 30 Menschen fest, die der Eisbrecher zurück nach Australien bringen sollte. Sie sollen nun von einem Flugzeug des US-Antaktisprogramms abgeholt und zunächst zur Casey-Station gebracht werden. Dort sollen sie dann von einem anderen Flugzeug abgeholt werden.

Die AAD hat auch andere Länder um Hilfe gebeten, um die auf Mawson festsitzenden Forscher zurück nach Australien zu bringen. Das chinesische Schiff "Xiao Long" könnte die Station demnach innerhalb weniger Tage erreichen.
 

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