Video zum Thema Armbrust-Morde: Neue schockierende Details
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen

Das Leben in der Sex-Sekte

'Meister' nahm vier 'Sklavinnen' mit in den Tod

Es ist eine bizarre Sadomaso-Welt aus Lack, Latex und Leder und einem übersteigerten ­Interesse am Mittelalter, an (Folter-)Waffen, fernöstlicher Kampfkunst und geradezu magnetischer dunkler Energie des falschen Diplompsychologen, die vier junge Frauen an den 53-jährigen Torsten W. (Martial-Arts-Kampfname: Iron T. Hawk) fesselte.

Anweisungen. Wie ein Vermieter, der die Sekte kurz auf seinem Reiterhof einquartiert hatte, erzählt, war es offensichtlich, dass die stets ganz in Schwarz gekleideten Frauen dem dominanten 53-Jährigen völlig hörig waren: Sie sahen nur zu ­Boden, wenn der „Meister“ anwesend war, sprachen nur ganz leise und folgten seinen Anweisungen zackig. Wie Sklavinnen. Das bestätigen auch die Eltern des jüngsten Todesopfers, der 19-jährigen Carina U., die tot in einer Wohnung in Wittingen aufgefunden wurde: „Sie lernte ihn in einem Kampfsportklub kennen. Danach hat sie sich total geändert. Er sagte ihr, dass sie sexuell gewisse Dinge tun müsse, wenn sie bei ihm bleiben will. Es ging in Richtung SM.“

Torsten W. Passau Armbrust Torsten W. galt als "Meister" in der Sekte. Er soll die vier Frauen wie "Sklavinnen" behandelt haben.

Armbrust Tote Passau Farina C. Farina C. - die Bäckerin war eine der drei Toten in der Passauer Pension.

Mussten Frauen sterben, weil Anführer krank war?

Die zweite Tote, die in Wittingen bei der 19-Jährigen gefunden wurde, ist die Grundschullehrerin Gertrud C. (35), die eingetragene Lebenspartnerin der Bäckerin Farina C. (30), die sich in einer Pension in Passau – wie ausführlich berichtet – selbst die Armbrustbolzen in den Hals gefeuert hatte. Davor hatte sie die vierte Sub im Bunde, die im Bett liegende Kerstin E. (33), und den Händchen haltend neben ihr liegenden Anführer der Sex-Sekte, Torsten W., mit einer Armbrust erschossen.

Passau Pension © APA/AFP/dpa/Lino Mirgeler

Passau Pension Armbrust © Medien Denk

Die drei Armbrüste, die im Zimmer gefunden wurden, hatte das Trio zuvor in Österreich gekauft. Laut Behörden wurden in der Unterkunft mindestens zwei Testamente entdeckt – was dafür spricht, dass es hier, wie auch in der Wohnung in Wittingen, zu einem verabredetem gemeinschaftlichen (erweiterten) Selbstmord auf Befehl des „Meisters“ gekommen sein dürfte.

Die Vermutung: Der 53-Jährige, der beim Einchecken in Passau tatsächlich sehr fahl ausgesehen haben soll, war todkrank, depressiv oder aus sonstigen Gründen des Lebens überdrüssig. Und wollte, dass seine „Sklavinnen“ mit ihm sterben. Die Frauen folgten ihm. Bis in den Tod. (kor)

Passau Armbrust © Medien Denk

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Live auf oe24.TV 1 / 10

Top Gelesen 1 / 5

Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum  
Es gibt neue Nachrichten