Auch Moskau schließt Anschlag nicht mehr aus

Sinai-Absturz

Auch Moskau schließt Anschlag nicht mehr aus

Die russische Regierung hat erstmals einen Anschlag als mögliche Absturzursache des russischen Passagierflugzeugs in Ägypten bezeichnet. Die Möglichkeit eines "Terroranschlags" könne nicht ausgeschlossen werden, sagte Ministerpräsident Dmitri Medwedew in einem am Montagabend veröffentlichten Interview der "Rossiskaja Gazeta".

224 Tote

Die Maschine der russischen Fluggesellschaft Metrojet war am 31. Oktober nach dem Start in Sharm el-Sheikh abgestürzt, keiner der 224 Insassen überlebte.

Großbritannien und die USA sowie internationale Ermittler äußerten bereits früher den Verdacht, dass eine Bombe an Bord der Maschine den Ferienflieger zum Absturz brachte. Dagegen verwahrten sich die ägyptischen Behörden, denen zufolge erst sämtliche Ermittlungsergebnisse abgewartet werden müssen.

Keine Flüge mehr
Diese Position vertrat bisher auch Russland. Allerdings ordnete der russische Präsident Wladimir Putin auf Empfehlung des Inlandsgeheimdienstes FSB am Freitag die Aussetzung aller Flüge von Russland nach Ägypten an. Der ägyptische Ableger der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte am Mittwoch erneut erklärt, er habe die Maschine zum Absturz gebracht.

In vom USA-Geheimdienst überwachten Gesprächen russischer Regierungsvertreter war laut Nachrichtenagentur Reuters ebenfalls die Rede von einer Bombe an Bord des abgestürzten Flugzeugs.

 

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