Blutiger Umsturz fordert 79 Tote

Kirgistan

Blutiger Umsturz fordert 79 Tote

Nach dem blutigen Umsturz in der zentralasiatischen Republik Kirgistan ehrt die neue Regierung die Opfer mit einem Staatsbegräbnis. Die Zahl der Toten stieg unterdessen auf 79. In der Nacht zum Samstag seien drei Menschen an ihren Verletzungen gestorben, sagte die neue Gesundheitsministerin Damira Nijasalijewa der Agentur Akipress.

1500 Menschen verletzt
Die Lage in der Hauptstadt Bischkek hat sich nach Behördenangaben weiter beruhigt. Am Stadtrand wurden Kontrollpunkte errichtet, an denen Reisende nach Waffen und Sprengstoff durchsucht werden. Damit sollen neue Plünderungen und Gewalttaten verhindert werden.

Insgesamt wurden bei den Unruhen etwa 1500 Menschen verletzt. Die Staatsanwaltschaft macht einen Bruder und zwei Söhne des gestürzten autoritären Präsidenten Kurmanbek Bakijew für das Blutbad verantwortlich. Bakijew selbst hält sich nach eigenen Angaben weiter im Süden des Landes auf, seiner Heimat und Hochburg. Er sei zu Verhandlungen über seinen Rücktritt bereit, falls die neue Regierung Gespräche mit ihm suche, sagte er. Die neue Regierungschefin Rosa Otunbajewa hatte jedoch gesagt, es gebe "keinen Grund" für Gespräche und hatte Bakijew erneut zum Rücktritt aufgefordert. Sie will innerhalb eines halben Jahres die Verfassung ändern sowie Präsidenten- und Parlamentswahlen abhalten lassen.

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