Brüssel fordert freiwillige Aufnahme von Flüchtlingen

Aus Afrika

Brüssel fordert freiwillige Aufnahme von Flüchtlingen

Die EU-Kommission hat Deutschland und die anderen EU-Staaten zur freiwilligen Aufnahme von Flüchtlingen aus Afrika aufgefordert. Neben Opfern des Syrien-Konflikts sollten auch schutzbedürftige Menschen in die EU umgesiedelt werden, die sich derzeit in Ägypten, Libyen, Niger, Äthiopien und dem Sudan aufhielten.

Das schrieb der für Migrationspolitik zuständige Kommissar Dimitris Avramopoulos in einem Brief an den deutschen Innenminister Thomas de Maiziere und dessen EU-Amtskollegen. Dies werde dazu beitragen, die illegale Migration über das Mittelmeer einzudämmen und die Situation in den betroffenen Ländern zu stabilisieren.

"Moralische Verpflichtung"

Die Aufforderung, legale Einreisemöglichkeiten für Flüchtlinge aus Afrika zu schaffen, geht mit anderen Bemühungen einher. Diese sehen vor, die von illegalen Schleuserbanden organisierte Migration über das Mittelmeer von der libyschen Küstenwache stoppen zu lassen.

Dies verhindert aber nicht nur die Einreise von sogenannten Wirtschaftsflüchtlingen, sondern auch von solchen Menschen, die in Ländern wie Eritrea tatsächlich um ihr Leben fürchten müssen. "Wir haben die rechtliche und die moralische Verpflichtung, denjenigen Schutz anzubieten, die ihn wirklich benötigen", schrieb Avramopoulos in dem bereits am Freitag abgeschickten Brief. Bis zum 15. September sollten die EU-Staaten sagen, wie viele Menschen sie im nächsten Jahr freiwillig aufnehmen wollten.

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