China riegelt Innere Mongolei ab

Nach Protesten

China riegelt Innere Mongolei ab

Nach mehrtägigen Protesten hat ChinaTeile der rohstoffreichen Inneren Mongolei abgeriegelt. Nachdem am Freitag schon Abschnitte der Autonomen Region an der Grenze zu Russland und der Mongolei Bewohnern zufolge unter Kriegsrecht gestellt wurden, blockierten am Sonntag Hunderte Sicherheitskräfte zentrale Plätze der Hauptstadt Hohhot ab. Zuvor war im Internet für Montag zu einem Massenprotest ethnischer Mongolen aufgerufen worden. Weder die Regierung in Hohhot noch deren Propaganda-Behörde waren zunächst zu erreichen.

In den sechs Tagen zuvor war es zu kleineren Demonstrationen der mongolischen Bevölkerung gekommen. Auslöser der Proteste war der Tod eines mongolischen Hirten bei einem Autounfall mit Fahrerflucht. Die Behörden haben zwei Han-Chinesen im Zusammenhang mit dem Vorfall festgenommen. Allerdings gehen die Spannungen tiefer. Die ethnischen Mongolen machen ein Fünftel der 24 Millionen Einwohner der Region aus. Sie werfen der Han-Mehrheit vor, trotz der Autonomie die Macht in Händen zu halten und am meisten von den Rohstoffen zu profitieren. Der Menschenrechtsaktivist Enghebatu Togochog sagte, ohne eine Änderung der chinesischen Politik dürften die Spannungen nicht leicht zu überwinden sein.

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