Debatte um Kopftuch eskaliert: Schlägerei an Uni

Goethe-Universität Frankfurt

Debatte um Kopftuch eskaliert: Schlägerei an Uni

Kopftuch-Debatte löst Schlägerei an Uni aus.

Frankfurt. An der Goethe-Universität in Frankfurt kam es rund um eine Debatte mit dem Thema Verschleierung zu einer handfesten Auseinandersetzung.

Nur die "Liebe" zählt

Am Donnerstagabend flogen im Studentenhaus der Frankfurter Goethe-Universität die Fetzen. Eine Gruppe von Studenten, die "Studis gegen rechte Hetze" begannen, eine Diskussion zum Thema Kopftuch zu stören. Mit Plakaten und Zwischenrufen wollten sie die Veranstaltung unterbrechen. Laut Berichten der "Frankfurter Allgemeinen" kam es dann zu einer Schlägerei. Mit dem Eintreffen der Polizei wurde die aufgeheizte Stimmung gekühlt.

"Provokanter" Titel, einseitig besetzte Gäste?

Die Podiumsdiskussion mit dem provokanten Titel: "Die Verschleierung: Modeaccessoire, ein religiöses Symbol oder politisches Instrument“ war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Der große Kritikpunkt von "Studis gegen rechte Hetze" waren die Gäste. Die sollen nur einseitig besetzt gewesen sein und somit nur auf die Funktion und Gefährlichkeit der Kopftuch-Debatte aufmerksam gemacht haben. Die laufende Auseinandersetzung mit diesem speziellen Thema würde nur zu Ausgrenzung und Stigmatisierung von muslimischen Menschen führen.

Besucherin löste Tumult aus

Den Tumult soll eine Besucherin mit Kopftuch ausgelöst haben, die die Veranstaltung filmen wollte. Als ihr das Filmen untersagt wurde, bildete sich eine Menschenmenge und es kam zu einer Auseinandersetzung.

Die "Studis gegen rechte Hetze" wurden des Saales verwiesen und die Veranstaltung konnte fortgeführt werden.

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