Deutscher Minister in Bagdad festgehalten

Am Flughafen

Deutscher Minister in Bagdad festgehalten

Der deutsche Entwicklungsminister soll schikaniert worden sein.

Zu Beginn seiner dreitägigen Reise durch den Irak ist der deutsche Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) nach Informationen der "Bild"-Zeitung am Bagdader Flughafen festgehalten worden. Der Minister und seine Delegation wurden am Dienstag fast zwei Stunden vom Sicherheitspersonal aufgehalten. Nach Verzögerungen bei der Abfertigung sei anschließend die bereitstehende Transall der Bundeswehr am Abflug gehindert worden. Als Grund habe die irakische Seite angegeben, die Landegebühr sei bisher nicht gezahlt worden. Die Transall-Crew habe dagegen beteuert, die Gebühr bereits bar gezahlt zu haben.

Nach einer erneuten Zahlung von 2500 US-Dollar erhielt die Maschine dem Bericht zufolge am Nachmittag mit fast zwei Stunden Verspätung ihre Starterlaubnis. Die Transall flog nach Erbil im Nordirak, wo Niebel seinen Besuch bis Donnerstag fortsetzt. Begleitet wird der Minister von einer Delegation aus Abgeordneten des Bundestages sowie Wirtschaftsvertretern.

Nachspiel angekündigt
Niebel kündigte "ein Nachspiel" der Verzögerungen an. Das Verhalten der irakischen Sicherheitskräfte am Flughafen sei "unterirdisch" gewesen, sagte er der "Bild"-Zeitung. Er habe das Auswärtige Amt über die Vorfälle informiert, der Fall liege nun beim irakischen Transportminister

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