Deutschland: Terrorist schrieb sich krank

Vor Bombenbau

Deutschland: Terrorist schrieb sich krank

Terrorist wurde in Berlin aufgrund einer gebastelten Bombe verhaftet.

Am Donnerstag um 10.09 Uhr wurde er dem Haftrichter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe vorgeführt. Der Übeltäter wird verdächtigt, eine „schwere, staatsgefährdende Gewalttat“ geplant zu haben, einen Terroranschlag mit Sprengstoff in Deutschland.

Asylantrag war abgelehnt worden

Magomed-Ali C. soll aus der russischen Teilrepublik Baschkortostan stammen. Sein Asylantrag wurde 2017 abgelehnt, abgeschoben wurde er dennoch nicht. Weil er eine „psychische Erkrankung“ angab, wurde ihm am 7. Dezember 2017 eine Duldung bis Dezember 2019 bewilligt. Der Mann lebte in einer Wohnung eines Hochhauses im Norden Berlins. Völlig unklar ist bisher, womit er seinen Lebensunterhalt bestritt.

Schon vor einem Jahr tauchte die Polizei das erste Mal bei ihm auf. Der Terrorist rasiert daraufhin seinen Vollbart ab. Die Ermittler wussten, dass Magomed-Ali C. in einer Moschee in Berlin verkehrte, die auch der getötete Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri besuchte. In Amris Handy fanden sie die Telefonnummer eines Freundes vom russischen Bombenbauer.: Der Franzose Clément B. wurde im April 2017 in Marseille verhaftet.

Bewilligung von Duldung fraglich

In seiner Wohnung fand man Sprengstoff und mehrere Schusswaffen. Bei den Untersuchungen kam eine deutschfranzösische Ermittlergruppe auf die Spur von Magomed-Ali C. und fand heraus: Im Oktober 2016 soll er in seiner Wohnung eine „erhebliche Menge“ des Sprengstoffs TATP gehortet haben. Bei der Razzia am Mittwoch fand die Polizei davon allerdings nichts mehr. Völlig unverständlich ist, warum der Terrorist 2017 die Duldung bewilligt wurde. „Ein Trauerspiel deutscher Asylpolitik“, sagt Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft.

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