Drohnen-Attacke: Krieg um das Erdöl

Höchste Preissteigerung seit Golfkrieg

Drohnen-Attacke: Krieg um das Erdöl

Es ist ein Wirtschafts-Thriller, der uns alle direkt bedroht. Die größte Öl-Produktion Saudi-Arabiens steht in Flammen. Im schlimmsten Fall steigt sehr bald der Spritpreis, da sind sich die Experten einig. Noch schlimmer: Ein blutiger Krieg zwischen den USA und dem Iran könnte sich entwickeln.

Begonnen hat die bedrohliche Geschichte am Samstag. 10 Kampfdrohnen beschossen zwei Raffinerieanlagen der Saudis. Gesteuert waren die unbemannten Kriegsgeräte von Houthi-Rebellen, laut USA im Auftrag des Irans. 19 Einschläge wurden gezählt.

Die Auswirkungen: Die Produktion brach sofort um die Hälfte ein. Fünf Prozent der Weltproduktion (5,7 Millionen Fässer Öl) fehlen jetzt täglich.

Am Montag spielten die Handelsbörsen verrückt. Der Preis für Öl der Sorte Brent aus der Nordsee stieg anfangs um fast 20 Prozent auf 71,95 Dollar pro Fass (65,24 Euro). Das war der größte Kurssprung seit dem Golfkrieg 1991. Um einen Crash zu stoppen, kündigten die USA und Saudi-Arabien an, das fehlende Öl aus den Reserven in den Markt zu pumpen.

Größte Gefahr sind Krieg und drohende Rezession

Eine ernsthafte Warnung sprechen jetzt Ökonomen aus. Sollte der Ölpreis-Anstieg anhalten, könnte er massive Folgen haben. Eine Rezession könnte in Europa eintreten. Verschlimmert könnte die Lage durch eine Gewalt-Eskalation werden, das ist durchaus realistisch:

US-Präsident Donald Trump sprach mit dem Saudi-Kronprinzen Mohammed bin Salman, er bot „Unterstützung bei der Selbstverteidigung an“. Dem Iran drohte er mit harten Vergeltungsschlägen.

Experten: Benzin wird bei uns schon bald teurer

Der Konflikt um das Saudi-Öl wird sich auch bei uns bald bemerkbar machen. Gestern stiegen die Rohöl-Preise jedenfalls schon rasant.

„Zu früh“. Für eine Reaktion der Verbraucherpreise ist es zu früh, hieß es gestern aus dem Fachverband der Mineralölindustrie.

Andere Experten sehen schon bald radikalere Auswirkungen. Eine Warnung spricht Rohstoff-Analyst Giovanni Staunovo von der UBS aus: „Verbraucher werden jeden Anstieg des Ölpreises sofort an der Tankstelle spüren.“ Eine Entwarnung wird noch auf sich warten lassen. Laut Insidern wird es noch Wochen dauern, bis die Produktion wieder auf Hochtouren laufen kann.

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