Ecowas: Ouattara bleibt Vorsitzender

Elfenbeinküste

Ecowas: Ouattara bleibt Vorsitzender

Präsident der Elfenbeinküste steht Staatenbund ein weiteres Jahr vor.

Die 15 Mitgliedstaaten der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas haben am Donnerstag Alassane Ouattara als Vorsitzenden der Gruppe bestätigt. Der Präsident der Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) wird dem Staatenbund ein weiteres Jahr vorstehen, wie am Ende des zweitägigen Treffens in der ivorischen Hauptstadt Yamoussoukro bekannt wurde. Ouattara führt die Ecowas seit Februar 2012.

Im Mittelpunkt des 42. Gipfeltreffens stand am Mittwoch und Donnerstag die Sicherheitslage in Mali. Bei den Gesprächen ging es unter anderem um die Frage, wie die Entsendung der afrikanisch geführten Militärmission Afisma in den Norden des Krisenlandes beschleunigt und der Kampf gegen islamischen Terrorismus in der Region gewonnen werden kann. Die Staats- und Regierungschefs debattierten größtenteils hinter geschlossenen Türen.

Malis Präsident Diouncounda Traore hatte zuvor einen Brief an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon geschrieben und ihn um Unterstützung bei einer schnellen Entsendung der Afisma gebeten. Offenbar denken die Vereinten Nationen auch darüber nach, nach einer Stabilisierung der Situation eine Blauhelm-Truppe in dem Land zu stationieren.

Der Präsident des Tschad hatte am Mittwoch mit deutlichen Worten vorgetragen, wie wichtig die afrikanischen Truppen für den Kampf gegen die Islamisten in Mali sind. "Ich möchte alle daran erinnern, dass wir eine historische Verantwortung haben", sagte Idriss Deby. "Dies ist keine Zeit für Reden oder langwieriges Prozedere, es ist Zeit zum Handeln." Zwar müsse weiter über eine bessere Koordinierung der Militäraktionen beraten werden, "aber der Feind wartet nicht".

Der zentralafrikanische Tschad gehört nicht zur Ecowas, hatte aber bereits vor Wochen rund 2000 Soldaten nach Nord-Mali entsandt. In den Bergen an der Grenze zu Algerien, in denen sich viele Rebellen seit ihrer Vertreibung aus den großen Städten verstecken, wurden erst vor wenigen Tagen bei schweren Gefechten rund ein Dutzend tschadische Soldaten getötet.

Die französisch geführte Intervention in Nord-Mali dauert seit sieben Wochen an. Zuletzt hatten die Geberstaaten bei einer Konferenz in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba eine Gesamtsumme von 455,53 Millionen Dollar (338 Mio. Euro) versprochen, um die Afisma sowie die humanitäre Hilfe für Mali zu finanzieren.

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