Er schmiss für seine Frau eine Party in den Tod

Mit Heavy Metal und Crystal Meth

Er schmiss für seine Frau eine Party in den Tod

USA. Als die Polizei, am 24. Jänner 2019 vor der Tür von Duane Arden Johnson steht, ist der Mann nackt und teilt den Beamten mit, dass seine Frau tot im Haus liege. Auf der Hauswand steht in roter Farbe "Death Parde God Hell". Die Zeilen sind mit wackeligen Lettern gesprüht, berichtet die "Washington Post". Er sagt: "Meine Frau ist oben und tot." Auf die Frage, warum er nackt die Tür öffne, antwortet Johnson: "Ich muss dieses Zeug von mir abwaschen."

Dann dreht sich der verwirrte Mann um und rennt zurück ins Haus. Wenig später brüllt er: "Ich bin in der Badewanne, also müssen Sie hier reinkommen." Er habe ein Bad mit Seife und Bleiche nehmen müssen, um die kleinen "schwarzen und weißen Dinger" von seiner Haut zu bekommen.

Die Polizisten entdecken Leiche von Debra Lynn Johnson am oberen Ende Treppe. Ihr Körper war von Kopf bis Fuß in ein graues Laken gehüllt und mit einem Gürtel fixiert. Er habe seine tote Frau so vorbereitet, wie es in der Bibel steht, so Johnson. 

Überdosis Meth

Laut den Staatsanwälten starb Debra Lynn Johnson an einer Überdosis Methamphetamin, einer synthetischen Rauschdroge. Un die soll sie von ihrem Ehemann bekommen haben. Daher lautet die Anklage gegen Duane Arden Johnson nun auf Mord dritten Grades, was in Deutschland etwa mit Körperverletzung mit Todesfolge vergleichbar wäre.

Debra Johnson hatte zuvor schwere Jahre erlebt. Sie hatte zwei Herzinfarkte erlitten, zu hohen Blutdruck und Diabetes. Debra lebte monatelang in einem Pflegeheim, rund 110 Kilometer von ihrem Zuhause entfernt.
 
Ihr Mann Duane hol sie entgegen der Meinung der Heimleitung heim. Die Tage vor ihrem Tod war es Debra Lynn offenbar schlecht gegangen. Sie konnte zwei Tage nichts essen oder trinken, hatte auch ihre Medikamente abgesetzt. Krämpfe hätten ihren Körper geschüttelt, berichtet Johnson den Polizisten.

Eine wilde, letzte Party

Doch er hatte ihr eine Party versprochen. Und er habe ihr Leid nicht mehr ertragen, gibt Johnson zu Protokoll. Und weil versprochen, schmiss er eine Party für sie. Sie lag im Bett, während er die Musik aufdrehe. Vor allem ihren Lieblingssong "Metal Health" von Quiet Riot. Immer wieder habe er das Zimmer verlassen, damit sie nicht sieht und hört, dass er weinen müsse. Von draußen habe er Schnee ins Haus geholt, um ihren Mund zu befeuchten. Dass er Meth besorgt habe, streitet der Angeklagte nicht ab. Seine Frau habe feiern wollen, bevor ihr Leben zu Ende geht. 
 
Aktive Sterbehilfe, unterlassene Hilfe - oder einfach ein Versehen? Die Staatsanwälte klagen auf Mord dritten Grades - werfen Johnson also vor, seine Frau unbeabsichtigt getötet zu haben. Die Höchststrafe liegt bei 20 Jahren in diesem Fall. 
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