Geldstrafen wegen Concorde-Absturz

Prozess in Frankreich

Geldstrafen wegen Concorde-Absturz

Vor zehn Jahren starben 113 Menschen beim Absturz einer Concorde.

Mehr als zehn Jahre nach dem Concorde-Absturz nahe Paris hat ein französisches Gericht der US-Fluggesellschaft Continental Airlines eine Mitschuld gegeben. Die Richter verurteilten das Unternehmen am Montag zu einer Geldstrafe in Höhe von 200.000 Euro. Ein Continental-Mitarbeiter bekam 15 Monate Bewährungsstrafe.

Schadenersatz
Laut dem Urteil muss Continental auch eine Million Euro Schadensersatz an Air France zahlen. Die Staatsanwaltschaft hatte den Beschuldigten fahrlässige Tötung vorgeworfen. Freigesprochen wurden ein zweiter Angestellter von Continental sowie drei Beschuldigte von Air France. Letztere standen unter anderem wegen des Vorwurfs der Nachlässigkeit im Umgang mit bekannten Problemen am Treibstofftank der Concorde vor Gericht.

Concorde-Betreiber Air France hatte mit der US-Fluggesellschaft Continental jahrelang darum gestritten, wer die Schuld an dem Unglück trägt. Die französische Airline hatte Continental die volle Schuld zugewiesen. Das US-Unternehmen wiederum hatte versucht, nachzuweisen, dass die Concorde schon vor dem Überrollen der Titan-Lamelle brannte. Als Nebenkläger traten neben Air France auch einige Hinterbliebene auf. Die Staatsanwaltschaft hatte Strafen für beide Seiten gefordert.

Titan-Lamelle
Die Richter kamen zu dem Ergebnis, dass der Überschalljet Feuer fing, weil er beim Start über eine Titan-Lamelle rollte, die von einer Continental-Maschine abgefallen war. Dabei platzte ein Reifen der Concorde, Gummiteile durchschlugen einen Tank des Flugzeugs und der ausströmende Treibstoff ging in Flammen auf. Bei der Katastrophe waren am 25. Juli 2000 insgesamt 113 Menschen ums Leben gekommen. Die brennende Maschine stürzte in ein Hotel.
 

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