Greta: 'Was ich mache, ist naiv'

'Billige' Klima-Angriffe auf Thunberg

Greta: 'Was ich mache, ist naiv'

Schon am dritten Tag des entbehrungsreichen Segeltörns Greta Thunbergs zum Klimagipfel nach New York kühlte die deutsche Zeitung „taz“ an der engagierten jungen Aktivistin ihr Mütchen. Der abstruse Vorwurf: Der Segeltörn nach New York würde mehr CO2 erzeugen, als wenn sie geflogen wäre. Begründung: Fünf Skipper müssten in die USA fliegen, um die „Malizia II“ wieder zurück nach Europa zu ­steuern.

„Das ist ein billiger Vorwurf“, sagt dazu der Sprecher des Yacht-„Rennstalls“ „Boris Herrmann Racing“ Andreas Kling. Zum einen, so Kling, würde das Rennteam um Skipper Herrmann schon seit 2018 alle seine klimaschädlichen Aktivitäten ausgleichen. Zum anderen gehe es nicht darum, mit dem Segeltörn das Klima zu retten, sondern Aufmerksamkeit für die Klimakrise zu erregen. Naiv? „Natürlich“, sagt Greta im Interview (siehe unten), aber wie sonst solle man Bewusstsein schaffen und den Menschen die Augen öffnen?

 

 

Greta im Interview: "Ich freue mich darauf, endlich mal isoliert zu sein"

Klima-Ikone Greta Thunberg gab dem deutschen Magazin „Stern“ kurz vor ihrer Abreise ein Interview.

Frage: Du reist mit der Rennyacht nach New York. Was wirst du in diesen zwei Wochen tun?

Greta Thunberg: In werde mich entspannen. Ich will mit dem Flow gehen. Und ehrlich gesagt freue ich mich, endlich mal isoliert zu sein.

Frage: Du gehst mit deinem Asperger-Syndrom sehr offen um. Ist eine Hochseeyacht der richtige Ort für dich?

Thunberg: Mir hilft der begrenzte Raum, feste Routine und klare Anweisungen. Man trifft nicht so viele Leute und hat wenig neue Eindrücke zu verarbeiten. Andererseits ist es eng, man ist nie alleine.

Frage: Du hast gesagt, es wäre Zeitverschwendung, Donald Trump zu treffen.

Thunberg: Was soll ich ihm sagen, was er nicht schon von anderen gehört hat? Er hört offensichtlich nicht zu. Warum soll er mir zuhören?

Frage: Ist es nicht naiv zu glauben, ohne Populisten die Welt verändern zu können?

Thunberg: Natürlich ist es ­naiv. Aber wie sonst sollen wir es tun? Wenn wir genügend internationales Bewusstsein für das Klima schaffen, öffnen wir den Menschen die Augen. Zusammen setzen wir die Leute an der Macht unter Druck, endlich etwas zu tun.

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