Helmut Schmidt ist tot

Mit 96 Jahren

Helmut Schmidt ist tot

Der frühere deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt ist tot. Der Sozialdemokrat starb nach Angaben seines Arztes Heiner Greten am Dienstag gegen 14.30 Uhr im Alter von 96 Jahren in seiner Heimatstadt Hamburg.

Prägender Bundeskanzler
Schmidt war von 1974 und bis 1982 als Nachfolger von Willy Brandt Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. In der großen Koalition führte er von 1967 bis 1969 die SPD-Bundestagsfraktion und war danach Verteidigungs- und Finanzminister.

Diashow Helmut Schmidt: Sein Leben in Bildern

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Als Kanzler war der Diplomvolkswirt unter anderem mit der weltweiten Ölkrise in den 70er-Jahren und dem Kampf gegen den Terrorismus der "Roten Armee-Fraktion" konfrontiert. Auch die Auseinandersetzung um den NATO-Doppelbeschluss prägte Schmidts Kanzlerschaft. Im Herbst 1982 scheiterte die von Schmidt geführte Koalition mit der FDP an Differenzen in der Wirtschafts- und Sozialpolitik.

Wichtige Stationen im Leben von Helmut Schmidt 1/16
Helmut Schmidt entwickelte sich schon früh zu einem politischen Allround-Talent. Die wichtigsten Lebensstationen des fünften Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland im Überblick.
1918: Am 23. Dezember wird Helmut Heinrich Schmidt als Sohn eines Volksschullehrers in Hamburg-Barmbek geboren
 
1939-1945: Soldat im Zweiten Weltkrieg
 
1942: Heirat mit seiner früheren Klassenkameradin Loki Glaser 1946: Eintritt in die SPD
 
1962: Als Innensenator in Hamburg macht er sich einen Namen bei der Bewältigung der Flutkatastrophe
 
1967-1969: Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion
 
1969-1972: Verteidigungsminister im ersten Kabinett von Willy Brandt
 
1972: Finanzminister im zweiten Kabinett Brandt
 
1974: Wahl zum Bundeskanzler (16. Mai) nach Rücktritt Brandts
 
1977: Die "Rote Armee-Fraktion" nimmt Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer als Geisel, im Oktober wird die Lufthansa-Maschine "Landshut" entführt. Schmidt gibt den Forderungen der Terroristen nicht nach. Schleyer wird ermordet, die Geiseln der "Landshut" in Mogadischu befreit.

 
1982: Am 1. Oktober wird Schmidt durch ein konstruktives Misstrauensvotum gestürzt. Neuer Kanzler wird der Christdemokrat Helmut Kohl.
 
1983: Schmidt wird Mitherausgeber der Wochenzeitung "Die Zeit"
 
2010: Am 21. Oktober stirbt Loki Schmidt mit 91 Jahren.
 
2013 April: Die Familie des ermordeten Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer macht ihren Frieden mit Schmidt. 36 Jahre nach Schleyers Tod verleiht sie Schmidt den Hanns-Martin-Schleyer-Preis
 
2013: Helmut Schmidt unterstützt vergeblich den ebenfalls aus Hamburg stammenden SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück
 
2015: Schmidt veröffentlicht das sehr persönliche Buch "Was ich noch sagen wollte" über Lebenserinnerungen, Wegbegleiter und Vorbilder.


Gefragter Staatsmann
Seit 1983 war Helmut Schmidt Mitherausgeber der Wochenzeitung "Die Zeit", er schrieb zahlreiche Bücher und war für Vorträge viel auf Reisen. Auch im hohen Alter war seine Meinung gefragt und geschätzt.

 

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