Hitler-Verherrlichung: Professor verklagt

Eklat an Siena-Universität

Hitler-Verherrlichung: Professor verklagt

Ein Professor sorgt mit seinem Tweet zu Nationalsozialismus und antisemitische Verschwörungstheorien für ein Eklat.

Rom. Die Universität der italienischen Stadt Siena will eine Klage gegen einen ihrer Philosophie-Professoren einreichen, dem Verherrlichung des Nationalsozialismus per Twitter vorgeworfen wird. Auch Disziplinarmaßnahmen plant die Universität für Emanuele Castrucci, Professor für Philosophie des Rechts in Siena.

Bild und Kommentar zu Adolf Hitler

Am Samstag veröffentlichte der Professor ein Bild von Adolf Hitler mit dem Schreiben: "Sie sagten euch, dass ich ein Monster war, damit ihr nicht erfahrt, dass ich gegen die echten Monster kämpfte, die euch heute regieren und die Welt beherrschen." In einem Kommentar schrieb Castrucci weiter: "Hitler, auch wenn er sicher kein Heiliger gewesen ist, verteidigte in jedem Moment die gesamte europäische Zivilisation."


Vom Rektor zu einem Gespräch einberufen

Der Professor wurde vom Rektor der Universität Francesco Frati zu einem Gespräch einberufen. Im Namen der gesamten Universität, die seit jeher für ihr antifaschistisches Engagement bekannt sei, distanziere er sich von den Inhalten, die Castrucci auf Twitter veröffentlicht habe, darunter auch eine antisemitische Verschwörungstheorie. "Die schandhaften Äußerungen des Professors sind eine Beleidigung für die gesamte Universität", so der Rektor.

Fall sorgt für Eklat

Der Fall sorgte für einen Eklat. Die Präsidentin der jüdischen Gemeinschaft in Rom, Ruth Dureghello, rief den italienischen Bildungsminister Lorenzo Fioramonti auf, Castrucci von der Universität zu entfernen. "Wie können wir Antisemitismus bekämpfen, wenn in der Universität ein Professor antijüdische Vorurteile lehrt?", fragte Dureghello.

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