Ins Koma geprügelter Enthüllungsjournalist gestorben

Große Trauer in der Ukraine

Ins Koma geprügelter Enthüllungsjournalist gestorben

Der Anfang Mai in der Ukraine von Unbekannten ins Koma geprügelte Enthüllungsjournalist Wadim Komarow ist gestorben. Darüber informierte am Donnerstag der Vorsitzende des ukrainischen Journalistenverbandes, Sergej Tomilenko, per Facebook. Das einzige Motiv für den Mordanschlag in der zentralukrainischen Stadt Tscherkassy sei die investigative Tätigkeit des Reporters gewesen.
 
Er hatte etwa Korruption aufgedeckt. Aufgeklärt ist der Fall nicht.
 
Anfang Mai war Komarow vor seinem Haus in der Stadt knapp 150 Kilometer südlich der Hauptstadt Kiew von Unbekannten brutal zusammengeschlagen worden. Nach einer Notoperation fiel er ins Koma. 2016 sei bereits auf ihn geschossen worden, hieß es. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatte von den Behörden die Aufklärung der Tat gefordert.
 
In der Ex-Sowjetrepublik werden Journalisten immer wieder Ziel von Anschlägen und Gewalt. Zuletzt waren 2015 der moskaufreundliche Publizist Oles Busina erschossen und 2016 der aus Weißrussland stammende Pawel Scheremet durch eine Autobombe in Kiew getötet worden. Beide Morde sind bis heute nicht aufgeklärt.
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