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Zu Besuch in Israel

Kerry verurteilt palästinensische Anschläge

US-Außenminister John Kerry hat zu Beginn von Nahost-Gesprächen in Israel eine neue Welle palästinensischer Anschläge als "Akte des Terrorismus" verurteilt. Bei einem Gespräch mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanyahu äußerte Kerry am Dienstag Besorgnis über den jüngsten Ausbruch der Gewalt. Netanyahu sagte, es könne "keinen Frieden geben, wenn es eine solche Terrorwelle gibt".

Kerry ist zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr wieder in die Region gekommen, um sich in Israel und den Palästinensergebieten um eine Beruhigung der Lage zu bemühen. Kurz vor dem Beginn seiner Gespräche kam es im Westjordanland zu einem neuen Anschlag. Vier israelische Sicherheitskräfte wurden verletzt, als ein Palästinenser sie mit seinem Auto rammte. Ein Auslöser der jüngsten Gewaltwelle mit mehr als hundert Toten ist ein Streit um Besuchs- und Gebetsrechte auf dem Tempelberg in Jerusalem.

Erwartungen zurück geschraubt
Kerry wollte zudem Israels Staatspräsidenten Reuven Rivlin und den Palästinenserpräsidenten Mahmoud Abbas treffen. Vor seinem Besuch schraubte er die Erwartungen allerdings deutlich herunter. Kerry werde sich nicht für eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche einsetzen, hieß es aus dem US-Außenministerium. Die Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern waren im April 2014 zusammengebrochen.

Bei Kerrys Gesprächen mit Netanyahu sollte es auch um die Lage in Syrien, den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat und das Atomabkommen mit dem Iran gehen.
 

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