Lawine in Südtirol fordert ein Todesopfer

Passeiertal

Lawine in Südtirol fordert ein Todesopfer

Die Meldungen über Lawinenabgänge reißen nicht ab. Ein Tourengeher hat am Dienstag bei einem Lawinenabgang in Südtirol sein Leben verloren. Laut Bergrettung wurde ein Brüderpaar verschüttet. Einer von ihnen wurde leicht verletzt geborgen, der zweite mit dem Hubschrauber nach Bozen gebracht. Der Mann ist laut einem Sprecher des Rettungshubschraubers "Aiut Alpin" aber trotz Reanimationsversuchen wahrscheinlich noch am Unfallort verstorben.

Der Lawinenabgang hatte sich gegen 12.30 Uhr oberhalb von Stuls im Bereich des Glaitner Jochs im Passeiertal ereignet - ein Gebiet, das laut Bergretter Josef Lanthaler als "nicht Lawinen gefährlich" gilt. Zwei weitere Skitourengeher hatten den Abgang beobachtet, die Rettungskette in Gang gesetzt und sofort mit der Suche begonnen.

Einer der Südtiroler Brüder sei von den Schneemassen gegen einen Baum gedrückt worden und konnte deshalb von den Skitourengehern gefunden und ausgegraben werden, erklärte Lanthaler im Gespräch mit der APA. Er erlitt nur leichte Verletzungen. Sein Bruder wurde erst von einem Hundeführer etwas weiter talwärts entdeckt. Der Notarzt intubierte den Mann an Ort und Stelle. Im Krankenhaus Bozen konnte jedoch nur mehr der Tod des Südtirolers festgestellt werden.

  Ein zweiter Lawinenabgang am Dienstag in den Stubaier Alpen bei Neustift in Tirol (Bezirk Innsbruck-Land) endete glimpflich. Wie die Polizei mitteilte, wurde eine Person verschüttet. Sie konnte unverletzt geborgen werden.
 

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