Henning Mankell

Bestseller-Autor

Mankell: "Mein Krebs-Drama"

Die ganze Welt ist schockiert über Henning Mankells Krebserkrankung.

Schock. Vergangenen Dienstag lief im Fernsehen eine der letzten Folgen von Henning Mankells Kommissar Wallander. Da litt der sym­pathische Ermittler an Alzheimer.
Und in der berühmtesten Verfilmung eines Mankell-Romans, Die Rückkehr des Tanzlehrers (mit Tobias Moretti), laboriert der Held an Zungenkrebs.

Krankheit – sowohl psychische als auch physische – war immer ein Thema in Mankells Romanen. Jetzt hat das Leid den 65-Jährigen persönlich ereilt. Der schwedische Bestseller-Autor ist an Krebs erkrankt. Er hat einen Tumor im Hals und einen weiteren in der linken Lunge. Es wird vermutet, dass auch andere Stellen seines Körpers betroffen sind. „Meine Angst ist sehr groß, aber ich kann sie im Großen und Ganzen unter Kontrolle halten“, so Mankell.

Mankell hatte auch 
in Österreich Erfolg
Henning Mankell ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller der Welt. Seine Romane wurden über 40 Millionen Mal verkauft. Seine Wallander-Krimis (zuletzt: Der Feind im Schatten und Mord im Herbst) liegen in 40 Sprachen vor.

Der sozial engagierte Schwede betreibt ein Theater in Mosambik, dessen Aufführungen er auch in Österreich zeigte: Sein Stück Butterfly Blues wurde anlässlich des Festivals „Kulturhauptstadt Graz 2003“ präsentiert, 2011 lief Doors in der Gaulhofer-Halle bei Graz.

C. Hirschmann

Mankell: "Meine Angst ist groß..."

Henning Mankell schreibt in „Göteborgs Posten“ über seine Krebserkrankung.

  • Hennig Mankell über seinen ersten Arztbesuch: „Als das neue Jahr einige Tage jung war, besuchte ich einen Orthopäden in Stockholm, der mich schon früher behandelt hatte. Ich ging hin mit der Diagnose eines schmerzhaften Bandscheibenvorfalls. Als ich tags darauf zurück nach Göteborg fuhr, tat ich das mit einer ernsthaften Krebsdiagnose.“
  • Der Tag der Diagnose: „Eine besondere Erinnerung an die Heimreise habe ich nicht. Nur die beständige Dankbarkeit dafür, dass meine Frau Eva Bergman bei mir war.“
  • Die Angst: „Meine Angst ist sehr groß, aber ich kann sie im Großen und Ganzen unter Kontrolle halten.“
  • Perspektive des Lebens: „Ich habe mich entschieden zu schreiben, wie es ist. Über den schwierigen Kampf, der es immer ist. Aber ich werde aus der Perspektive des Lebens, nicht des Todes schreiben.“

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