03. Dezember 2018 16:39
Bei G-20-Gipfel
Merkel sorgt mit Spickzettel für Lacher
Beim Treffen mit Australiens Premier musste die Kanzlerin erst einmal nachschauen, wem sie da gegenüber saß.
Merkel sorgt mit Spickzettel für Lacher
© oe24

Angela Merkel hat viel um die Ohren beim G-20-Gipfel. Beim Treffen mit Australiens Premier Scott Morrison sorgte die deutsche Kanzlerin am Samstag in Buenos Aires nun auch für Belustigung in down under.

Fotografen knipsten Spickzettel ab

Auf einem Foto ist zu sehen, wie sie während des Gesprächs zu ein paar zusammengeklammerten Zetteln greift und diese studiert. Fotografen erhaschten einen Blick auf die Vorderseite und lichteten sie ab. Darauf ist ein Foto des konservativen Regierungschefs mit seinem Namen darunter zu sehen. Der Verdacht liegt also nahe, dass sich Merkel schnell über ihr Gegenüber einlas. Erste Reaktionen ließen daraufhin auch nicht lange auf sich warten. "Wer ist das?", spottete etwa die Zeitung "Sydney Morning Herald" und zeigte gleichzeitig Verständnis: "Australier können Angela Merkels Dilemma wahrscheinlich verstehen.“ Während Merkel in Deutschland seit 2005 regiert, ist Morrison in dieser Zeit nämlich bereits der siebte Regierungschef in Australien.

Auch im Netz wurde gelacht

So könne man keine internationalen Beziehungen aufbauen, merkte ein Social-Media-Nutzer dann auch an. „Angela Merkel hat also einen Spickzettel gebraucht. Dafür kann sie nichts", wurde die deutsche Kanzerlin auf Twitter verteidigt. Sie selbst kenne ihn ja auch nicht, obwohl sie in Australien lebe, so eine Nutzerin.

 

Eigentlich Standard

Derartige "Fact Sheets“ über einen Gesprächspartner sind in der internationalen Politik an und für sich nichts Ungewöhnliches. Sie sind allerdings nicht für die Öffentlichkeit bestimmt und man legt sie vor einem Treffen normalerweise aus der Hand. Doch wie bereits angemerkt, hat Merkel derzeit viel um die Ohren, da kann so ein kleiner Fauxpas dann schon einmal passieren.