Mord-Alarm auf Kreta: Forscherin in Nazi-Höhle erstickt

Tot in Höhlensystem gefunden

Mord-Alarm auf Kreta: Forscherin in Nazi-Höhle erstickt

Athen. Nach dem Tod einer Forscherin des Dresdner Max-Planck-Instituts auf Kreta gibt es Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. "Das war ein Verbrechen, Tod durch Ersticken", hieß es am Donnerstag vonseiten der griechischen Polizei. Lokalen Medien zufolge fanden zwei Gerichtsmediziner Hinweise, dass Nase und Mund der US-Wissenschafterin zugehalten wurden. Ob dies zu ihrem Tod geführt habe, sei aber unklar.

Die Leiche der 59-Jährigen war am Montagabend in einem verlassenen Höhlensystem nahe der Stadt Chania gefunden worden. Der Höhlenkomplex wurde im Zweiten Weltkrieg von deutschen Soldaten als Bunker genutzt.

Das Labyrinth an Gängen hatten einst die Nazis in den Fels geschlagen. Am 20. Mai 1941 fiel die Wehrmacht in der bis dahin größten Luftlandeoperation der Kriegsgeschichte auf Kreta ein. 3500 Alliierte und 3714 deutsche Fallschirm- und Gebirgsjäger starben bei der „Operation Merkur“.

Das Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden, wo die Biologin eine Forschungsgruppe geleitet hatte, erklärte, die Polizei auf Kreta habe Mordermittlungen eingeleitet. Den Angehörigen des Opfers sprachen das Institut und seine Mitarbeiter ihr Beileid aus. Die Wissenschafterin, die auch Professorin am Biotechnologiezentrum der Technischen Universität Dresden war, war zuletzt am 2. Juli auf einer Konferenz in Chania gesehen worden.

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