Mordanschuldigung gegen Australier

Terrorakt in Neuseeland

Mordanschuldigung gegen Australier

 Einen Tag nach den Terroranschlägen auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch ist ein 28-jähriger Australier offiziell des Mordes beschuldigt worden. Weitere Anschuldigungen würden folgen, teilte die neuseeländische Polizei am Samstag (Ortszeit) mit.

Das Bezirksgericht von Christchurch habe die Entscheidung bei einer Anhörung unter großen Sicherheitsvorkehrungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefällt. Der 28-Jährige wurde am Samstag erstmals einem Richter vorgeführt. Der Australier stellte keinen Antrag auf Freilassung gegen Kaution und bleibt weiter in Gewahrsam.

Am 5. April soll er wieder vor Gericht erscheinen. Bei dem Doppelanschlag waren der Polizei zufolge am Freitag 49 Menschen getötet und 42 verletzt worden. Zwei Verletzte waren Samstag früh noch in kritischem Zustand, darunter ein vierjähriges Kind.

Die Polizei verstärkte die Maßnahmen zum Schutz muslimischer Veranstaltungen und rief die Bürger über Twitter auf, Verdächtiges sofort zu melden. "Es gibt keine Garantie, dass die Gefahr auf Canterbury begrenzt ist, und alle Neuseeländer müssen besonders wachsam sein", hieß es.

Der australische Regierungschef Scott Morrison hatte den Angreifer am Freitag als einen "extremistischen, rechtsgerichteten, gewalttätigen Terroristen" bezeichnet. Der Attentäter filmte die Tat und veröffentlichte die Aufnahmen live im Internet.

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