Video zum Thema Neuseeland: Rechtsextremer streamte Anschlag live
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Blutbad mit 49 Toten

Nazi-Terror in Moschee live im Internet gestreamt

Er trägt eine Uniform, hat eine Kamera auf dem Helm montiert, bevor er um 13.45 anfängt, feig, kaltblütig und immer wieder auf wehrlose Betende in der Masjid-al-Noor-Moschee in Christchurch zu schießen. Er tötet Kinder, Frauen, Männer in der neuseeländischen Moschee. Er wollte „keine Überlebenden“, erzählte ein Zeuge gestern, der es doch aus dem Gebetshaus raus schaffte.

Danach fährt der klein aussehende Mann weiter in eine Moschee in Linwood, wo sich ebenfalls Moslems zum Freitagsgebet versammelt haben, um weiter zu töten. 17 Minuten dauert der Anschlag. 49 Menschen werden insgesamt in zwei Moscheen regelrecht abgeschlachtet (Stand gestern Nachmittag). Weitere 48 Menschen sind verletzt worden. Der Attentäter soll der 28-jährige Australier Brenton Tarrant sein.

Live im Netz

Besonders brutal: Der Terrorist – der mittlerweile in Gewahrsam ist – hat seine Tat live mitgefilmt. Tausende verfolgten (siehe rechts) via Internet sein Attentat auf die Moschee in Christchurch.

Vier Menschen wurden gestern festgenommen. Drei davon sollen die rechtsextremen Ansichten des Australiers teilen. Gegen den Hauptverdächtigen wird bereits Anklage wegen Mordes erhoben.

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Australischer Terrorist war erst kurz in Neuseeland

Der Rechtsextremist sei erst seit Kurzem in Neuseeland, hieß es seitens der Behörden. Er soll sich im Internet weiter radikalisiert und den rechtsextremen Mörder Anders Breivik als Vorbild haben. Dazu postete er ein wirres 73 seitiges rassistisches „Manifest“ online. In diesem fantasiert er von einem „großen Austausch“ der „Bevölkerung“, behauptet den „Segen“ des Massenmörders Breivik vor der Tat erhalten zu haben und gibt offen zu, dass er weitere „Angriffe auf Muslime“ provozieren wolle. Er bezeichnet sich selbst als „Faschist“, der die Tat „seit zwei Jahren geplant“ habe. Und: Der Attentäter soll auf seinen Gewehren den Namen „Ernst Rüdiger von Starhemberg“ – der die Abwehr gegen die zweite Türkenbelagerung in Wien angeführt hatte – sowie Neonazi-Symbole aufgeschrieben haben.

Solidarität. Spitzenpolitiker, Religionsvertreter und Menschen aus aller Welt sprachen Neuseeland und der muslimischen Gemeinde ihre Solidarität aus. Der Attentäter hatte auch Sprengsätze in seinem Auto, mit denen er weitere Menschen ­töten wollte. Jetzt wartet der Attentäter auf seinen Prozess im geschockten Neuseeland.

Christchurch © APA/AFP/TESSA BURROWS

Manifest: 73 Seiten Rassen-Hass

„Weg zu einer neuen Gesellschaft“: Auf 73 Seiten voller wirrer Theorien schreibt Tarrant, dass seine europäische, „weiße Rasse“ auszusterben droht – wegen sinkender Geburtenraten. „Invasoren“ – damit meint er Muslime – seien bald in der Mehrheit. Ein Vorbild ist der norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik, der 77 Menschen tötete. Eine neue Bewegung soll in ­Zukunft seine Welt retten. Diese könnte unter anderem in Österreich ­beginnen. „Ich bin ein Faschist“, gibt er zu.

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