Kim Jong-Il

USA-Südkorea-Manöver

Nordkorea droht mit Krieg

Pjöngjang will das "Bollwerk der Aggression" zerstören.

Vor dem jährlichen Großmanöver der US-Streitkräfte mit Südkorea hat Nordkorea den Ton gegenüber beiden Ländern verschärft und mit einem möglichen Angriff mit Atomwaffen gedroht. Ein nordkoreanischer Armeesprecher unterstellte am Donnerstag den USA und Südkorea, "Übungen für einen Atomkrieg" durchführen und einen Überraschungsangriff auf Nordkorea vorbereiten zu wollen.

Falls nötig, werde das "Bollwerk der Aggression durch die Mobilisierung aller offensiven und defensiven Mittel, einschließlich der nuklearen Abschreckung, gnadenlos zerstört", wurde der Sprecher von den staatlichen Medien in Pjöngjang zitiert.

Sechser-Gespräche abgebrochen
Die südkoreanisch-amerikanischen Truppenübungen finden vom 8. bis 18. März statt. Dazu sollen erneut tausende US-Soldaten nach Südkorea eingeflogen werden. Das Manöver ist nach Angaben beider Bündnispartner ausschließlich "verteidigungsorientiert". Nordkorea hat in der Vergangenheit die gemeinsamen Übungen regelmäßig als Angriffsvorbereitung kritisiert.

Der Beauftragte für die Nordkorea-Politik der USA, Stephen Bosworth, hält sich in Seoul auf. Die Gespräche von Bosworth in Südkorea und davor in China sind Teil verstärkter diplomatischer Bemühungen, eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms zu erreichen. Nordkorea hatte die seit 2003 laufenden Sechser-Gespräche, an denen neben China und den USA auch Japan, Südkorea und Russland teilnehmen, vor einem Jahr abgebrochen.

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