Norwegen gedenkt der Anschlagsopfer

Nationale Trauerfeier

Norwegen gedenkt der Anschlagsopfer

Zu der Feier mit dem Königshaus kamen 6.700 Menschen.

Vier Wochen nach den blutigen Anschlägen in Norwegen hat das Land nochmals der 77 Todesopfer gedacht. Bei einer nationalen Trauerfeier in einem Konzertsaal in der Hauptstadt Oslo kamen am Sonntag rund 6.700 Menschen zusammen. Am Freitag und Samstag hatten Angehörige und Überlebende die Attentatsorte in der Osloer Innenstadt und auf der Ferieninsel Utöya besucht.

Königshaus
An der Veranstaltung in der mit Kerzenlicht erleuchteten Oslo Spektrum Arena nahmen Mitglieder der nordischen Königshäuser, darunter das Kronprinzenpaar Haakon und Mette-Marit, Kronprinzessin Victoria von Schweden, Kronprinz Frederik von Dänemark und die Präsidenten von Island und Finnland teil. Auch Überlebende und Vertreter der Rettungskräfte zählten zu den rund 6.700 Gästen.

"Als Vater, Großvater und Ehemann kann ich Ihren Schmerz nur erahnen", wandte sich König Harald V. sichtlich bewegt in der im Halbdunkel liegenden Halle an die versammelten Menschen.  "Es sind jetzt fast alle Worte gesagt worden", sagte der König mit tränenerstickter Stimme. "Die letzten Wochen waren für uns alle schwierig, aber es tut gut, heute hier versammelt zu sein."

Die Feier in Oslo markierte den Abschluss der offiziellen Trauerperiode. Ministerpräsident Jens Stoltenberg sagte, die Zeremonie sei ein wichtiger Schritt, um das Geschehene zu verarbeiten: "Es ist die einzige Gelegenheit, wo alle Trauernden aus dem ganzen Land zusammenkommen."

Zahlreiche Autritte
Während der Zeremonie sollten Schauspieler die Namen aller 77 Todesopfer verlesen, außerdem sollten bekannte norwegische Musiker wie die Popgruppe A-ha auftreten. Durch die Veranstaltung führte die Künstlerin Haddy N'jie, deren Vater aus Gambia stammt und deren Mutter Norwegerin ist. Damit sollte der offene Charakter der norwegischen Gesellschaft symbolisiert werden - die der geständige Attentäter Anders Behring Breivik mit seinen Anschläge bekämpfen wollte. Der 32-Jährige hatte am 22. Juli zunächst im Regierungsviertel von Oslo eine Bombe detonieren lassen, die acht Menschen tötete. Später erschoss er auf der Insel Utöya 69 Teilnehmer eines Jugendlagers der regierenden Arbeiterpartei.

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