9/11-Terrorhelfer bekam vor Abschiebung 7.000 Euro

Deutsche Behörde zahlte ihm Geld aus

9/11-Terrorhelfer bekam vor Abschiebung 7.000 Euro

Trotz EU-weiten Verbots - Staatsanwaltschaft ermittelt.

Das Gefängnis Hamburg-Fuhlsbüttel hat einem Bericht zufolge dem Terrorhelfer Mounir El Motassadeq bei seiner Freilassung trotz Verbots mehrere tausend Euro ausgezahlt. Motassadeq habe die auf seinem Häftlingskonto vorhandenen rund 7.000 Euro bekommen, berichtete der "Spiegel" am Mittwoch.

Dabei seien zu diesem Zeitpunkt laut einer EU-Verordnung alle seine Finanzmittel eingefroren und Zahlungen an ihn verboten gewesen.
 

Wer wies Auszahlung an?

Eine Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft bestätigte dem Magazin, dass wegen der rechtswidrigen Auszahlung des Häftlingskontos ein Ermittlungsverfahren laufe. Es solle herausgefunden werden, wer die Auszahlung anwies. Auf dem Häftlingskonto können Gefangene Taschengeld und Arbeitslohn sammeln.
 
Laut dem "Spiegel"-Bericht erstattete die Bundesbank einige Tage nach dem Vorfall Anzeige. Motassadeq wurde nach seiner Freilassung im vergangenen Herbst nach Marokko abgeschoben.
 
Motassadeq war vom Hamburger Oberlandesgericht wegen Unterstützung der Attentäter vom 11. September 2001 in den USA schuldig gesprochen worden. Er wurde zunächst lediglich wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verurteilt. Später entschied jedoch der Bundesgerichtshof, dass er auch der Beihilfe zum Mord an 246 bei den Anschlägen getöteten Flugzeuginsassen schuldig sei. Letztlich wurde Motassadeq rechtskräftig zu 15 Jahren Haft verurteilt.

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