Pompeo: Für USA 'Zeit zum Handeln' gekommen

Venezuela-Krise

Pompeo: Für USA 'Zeit zum Handeln' gekommen

US-Außenminister Pompeo hat "Maßnahmen" zur Unterstützung der Demokratie in Venezuela angekündigt.

Scharfe Waffen gegen Lebensmittel und Medizin: Venezuelas umstrittener Präsident Nicolas Maduro hat sein Land in eine Festung verwandelt und lässt keine humanitäre Hilfe für seine Bevölkerung ins Land. Mehrere Menschen starben an den Grenzen, Hunderte werden bei Zusammenstößen verletzt.
 

Pompeo spricht von einem "kranken Tyrannen"

US-Außenminister Mike Pompeo spricht von einem "kranken Tyrannen" und droht Maßnahmen gegen Gegner der Wiederherstellung der Demokratie in Venezuela an.
 
Nun sei die "Zeit zum Handeln" gekommen, um dem "verzweifelten venezolanischen Volk" zu helfen, schrieb Pompeo am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter.
 

Pompeo verurteilt "Attacke auf Zivilisten"

Zugleich verurteilte er das gewaltsame Vorgehen der venezolanischen Sicherheitskräfte an Grenzübergängen, über die Hilfsgüter aus dem Ausland in den südamerikanischen Krisenstaat gebracht werden sollten. "Die USA werden Maßnahmen gegen jene ergreifen, die sich der friedlichen Wiederherstellung der Demokratie in Venezuela widersetzen", schrieb Pompeo. "Wir sind solidarisch mit denen, die ihren Kampf für die Freiheit fortsetzen."
 
 
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Tote und Verletzte bei den Versuchen, Hilfsgüter zuzustellen

Zuvor waren bei den Versuchen, Hilfsgüter von Kolumbien und Brasilien aus über die Grenze nach Venezuela zu transportieren, zwei Menschen getötet und mehr als 300 weitere Menschen verletzt worden. Maduro-treue Einheiten hatten den Zugang für die Hilfslieferungen gesperrt.
 
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Der selbst ernannte venezolanische Übergangspräsident Juan Guaido, Präsident des von Maduro ausgeschalteten Parlaments, hatte die Hilfslieferungen für Samstag angekündigt. Sein Widersacher Maduro lehnt diese strikt ab und verurteilt sie als Vorwand, unter dem eine militärische US-Invasion vorbereitet werde.
 

Brasilianisches Militär mit Vorwurf der Aggression

Bei den Ausschreitungen um die Lieferung von Hilfsgütern nach Venezuela hat das dortige Militär nach Darstellung brasilianischer Armeeangehöriger Tränengas über die Grenze hinweg eingesetzt. Dies komme einer Aggression gleich, zu der sich Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro äußern müsse, forderte Oberst Jose Jacauna am Samstag nach Medienberichten.
 

Venezolanisches Militär habe Tränengas über die Grenzen hinweg eingesetzt

Mit dem Einsatz von Tränengas hatten die venezolanischen Soldaten laut der Zeitung "Estadao de Sao Paulo" Demonstranten auf der brasilianischen Seite zurückdrängen wollen, die Steine und Brandsätze auf Einrichtungen des Militärs warfen. Dabei soll es sich um Venezolaner gehandelt haben, die sich in Brasilien aufhalten.
 
"Wir bekamen einen Schauer Tränengas ab, der von venezolanische Seite kam", sagte Jacauna, der an der Grenze eine Militäreinheit zur Aufnahme von Migranten aus Venezuela leitet. Er und andere Militärangehörige interpretierten den Berichten nach die Ereignisse derart, dass Brasilien angegriffen worden sei. Die Regierung in Brasilia äußerte sich zunächst nicht dazu. Sie hatte zuvor ein militärisches Vorgehen gegen Venezuela ausgeschlossen.
 

Schüsse beim Transport von Hilfsgütern

Wie aus Kolumbien sollten am Samstag auch aus Brasilien Hilfsgüter für die Menschen nach Venezuela gebracht werden. Zwei voll beladene Lastwagen konnten die seit Donnerstagabend vom venezolanischen Militär blockierte Grenze letzten Endes aber nicht überqueren und kehrten in die brasilianische Grenzstadt Pacaraima zurück. In der Grenzstadt Santa Elena de Uairen auf venezolanischer Seite kamen nach Angaben einer venezolanischen Ärztin am Samstag drei Menschen durch Schüsse ums Leben. Die genauen Umstände waren zunächst nicht klar.
 

Gewalt an der Grenze zu Brasilien

Bei Zusammenstößen rund um die Lieferung von Hilfsgütern für Venezuelas Bevölkerung sind an der Grenze zu Brasilien nach Medienberichten am Samstag mindestens drei Menschen getötet worden. Die drei seien in der venezolanischen Grenzstadt Santa Elena de Uairen von Schüssen getroffen worden, berichtete das brasilianische Nachrichtenportal G1 unter Berufung auf eine venezolanische Ärztin.
 

Mindestens zwei Tote und 300 Verletzte

300 Menschen seien verletzt worden. Die Angaben ließen sich von unabhängiger Seite nicht überprüfen. Venezuelas linker Präsident Nicolas Maduro hatte am Donnerstagabend die Grenze zu Brasilien schließen lassen, um auch von dort aus keine Hilfsgüter ins Land zu lassen. Die Verbindungsstraße zwischen Santa Elena de Uairen und der brasilianischen Grenzstadt Pacaraima ist seitdem blockiert.
 

Demonstranten setzten Gebäude in Brand

Am Samstagnachmittag (Ortszeit) kam es an der Grenze zu Zusammenstößen, als Demonstranten und Lastwagen versuchten, die Absperrungen des Militärs für die Hilfsgüter aus Brasilien zu durchbrechen, wie G1 weiter berichtete. Dabei seien Menschen auf brasilianischer Seite mit venezolanischen Soldaten aneinandergeraten. Demonstranten hätten dabei ein von Maduros Soldaten genutztes Gebäude in Brand gesetzt, das Militär habe daraufhin Tränengas eingesetzt.
 
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