Schweinepest-Alarm jetzt auch in Westeuropa

Virus breitet sich aus

Schweinepest-Alarm jetzt auch in Westeuropa

Zwei Fälle von Afrikanischer Schweinepest in Belgien haben die Landwirtschaftsministerien in den Nachbarländern Deutschland und Frankreich in Alarmbereitschaft versetzt. "Die neue Situation nehme ich sehr ernst", erklärte die deutsche Ministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner (CDU).

Ihr französischer Amtskollege Stephane Travert forderte einen Aktionsplan für die Grenzregionen zu Belgien. Wie das deutsche Landwirtschaftsministerium mitteilte, seien zwei Wildschweine, die etwa 60 Kilometer entfernt von der deutschen Grenzen tot aufgefunden wurden, mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert gewesen. Einen Fall in Deutschland habe es noch nicht gegeben. "Unsere Vorbereitungen für den Krisenfall laufen", erklärte Klöckner.

 

Große wirtschaftliche Schäden

In betroffenen Ländern führt die Afrikanische Schweinepest zu großen wirtschaftlichen Schäden, erkrankte Tiere müssen getötet werden. Da es keine vorbeugende Impfung gegen die ASP gibt, werden von den österreichischen Veterinärbehörden primär folgende Ziele verfolgt:
  • Verhinderung einer Einschleppung
  • Früherkennung allfälliger Ausbrüche
  • Erhöhung der Biosicherheit von Schweinebetrieben
Schweine infizieren sich beim direkten Kontakt mit erkrankten Tieren, aber auch über kontaminierte Gegenstände oder Transportfahrzeuge ist eine Weiterverbreitung möglich. Eine wesentliche Rolle können Rohschinken oder Rohwürste spielen, da das Virus in diesen sehr lange infektiös bleibt. Werden solche Produkte aus Ausbruchsgebieten verbotenerweise mitgenommen und nach unsachgemäßer Entsorgung von (Wild-) Schweinen aufgenommen, führt dies zu einer Ansteckung. Über diese Infektionswege kann die Tierseuche sehr rasch große Distanzen überwinden, schreibt das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz in einer Aussendung.
 

Schweinepest-Infektion stammt aus Afrika

Die ASP ist eine Infektion, die ursprünglich aus Afrika stammt. Das Virus überträgt sich über direkten Kontakt, kann aber auch über verseuchte Fleischwaren übertragen werden. Infizierte Schweine sterben in der Regel nach etwa einer Woche. Für Menschen ist das Virus nicht gefährlich. Landwirte fürchten bei einem Ausbruch in Deutschland jedoch Milliardenschäden.
 
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