Steuer-Skandal um Weltstars

Geheime Bankdaten

Steuer-Skandal um Weltstars

Bei Schweiz-Tochter der Großbank HSBC wurden Mega-Summen vor der Finanz versteckt.

Ein Konto in der Schweiz: Das galt jahrzehntelang als sichere Methode, Geld vor der Finanz zu verstecken. In welch gigantischem Ausmaß davon Gebrauch gemacht wurde, zeigen jetzt weltweite Ermittlungen auf Basis vertraulicher Daten der Schweiz-Tochter der Großbank HSBC, die Medien zugespielt wurden.

Das Konsortium investigativer Journalisten (ICIJ), das schon mehrere Finanz-Leaks veröffentlichte (u. a. die Offshore-Leaks zu Steueroasen), hat die Daten durchforstet – es geht um mehr als 100.000 Kunden aus über 200 Ländern, die im Jahr 2007 insgesamt 75 Mrd. Euro bei der Genfer HSBC-Niederlassung gebunkert hatten.

75 Milliarden in Schweiz gebunkert
Freilich sind nicht alle in diesem Projekt „Swiss Leaks“ gelisteten HSBC-Kunden Steuerhinterzieher. Laut ICIJ-Recherchen dürfte die Bank aber u. a. von Geschäften mit internationalen Kriminellen, Waffenhändlern und Diktatoren profitiert haben. Unter anderem geht es um von den Ermittlern als Geldboten geführte Personen aus dem Dunstkreis etwa des syrischen Präsidenten Assad, des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Mubarak oder auch von Russlands Wladimir Putin. In den Daten finden sich zudem die Namen von berühmten Sportlern wie Formel-1-Star Fernando Alonso, Schauspielerinnen wie Joan Collins, Top-Model Elle Macpherson.

Österreich-Bezug
Auch 399 Personen bzw. Firmen „mit Österreich-Bezug“ befinden sich laut News auf der Liste. Ihr auf Schweizer HSBC-Konten liegendes Vermögen habe 2006/07 in Summe über 1,2 Mrd. Dollar (1,05 Mrd. Euro) betragen.

Schon mehr als 1 Milliarde Euro an Nachzahlungen
Die Ermittlungen anhand dieser Daten haben Medienberichten zufolge insgesamt bereits mehr als eine Milliarde Euro an Strafen und Nachzahlungen gebracht.

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