Todesflug MH370: Das sind die Passagiere

Flugzeug verschwunden

Todesflug MH370: Das sind die Passagiere

Unter dem Eindruck scharfer chinesischer Kritik verstärkt Malaysia die Suche nach dem verschollenen Flugzeug mit 239 Menschen an Bord. Insgesamt 26 Länder seien an der Suche mittlerweile beteiligt, sagte Verkehrsminister Hishammuddin Hussein am Montag in Kuala Lumpur.

Diashow Das sind die Vermissten von Flug MH370

Yue Wenchao, 26

Yue aus der Mongolei war auf dem Weg zu seiner Freundin Jessie, mit der er eine Fernbeziehung führte.

Bai Xiaomo, 37 und Muktesh Mukherjee, 42

Das Pärchen aus Kanada hatte einen romantischen Urlaub in Vietnam verbracht.

Puspanathan Subramaniam, 34

Der Marketing-Manager war wegen seines Berufes viel unterwegs. Mit den Worten "Ich bin in einer Woche zurück" hatte er von seinen Kindern Abschied genommen.

Hadrien Wattrelos, 17 und Zhao Yan, 18

Die beiden Teenager besuchten das Lycee Francais International in Peking.

Mohamad Sofuan Ismail, 33

Als Diplomat hätte der 33-Jährige eigentlich bereits vor mehreren Wochen nach Peking reisen sollen.

Paul Weeks, 39

Der Mechaniker aus Neuseeland sollte in der Mongolei seinen Traumjob bei einem Bergbauunternehmen antreten.

An Wenlan, 65

Die ehemalige Krankenschwester hatte ihre Leidenschaft für die Kunst entdeckt und war auf dem Nachhauseweg nach dem Besuch einer Kunstausstellung.

Guan Huajin, 34

Sie war auf einem Business-Trip nach Peking für die Firma "Freescale Semiconductor".

Pilot Zaharie Ahmad Shah, 53

Co-Pilot Fariq Ab Hamid, 27

Stewardess Tan Ser Kuln

Mary Burrows, 54 und Rodney Burrows, 59, aus Australien

Steward Mohd Hazrin Mohd Hasnan

Kranti Shirsath, 44, aus Indien

Anne Daisy, 56, aus Malaysia

Nikolai Brodskil, 43, aus Russland

Chew Kal Mool, 31, aus Malaysia

Delavar Seyed Mohammadreza, 29, aus dem Iran

Firman Siregar, 25, aus Indonesien

Ju Kun, 32, aus China

Ng Yar Chien, Stewardess aus Malaysia

Andrew Nari, Chef-Steward aus Malaysia

Junaidi Mohd Kassim, 37, Steward aus Malaysia

Patrick Francis Gomes, Steward aus Malaysia

Goh Sock Lay, 45, Chef-Stewardess aus Malaysia

Foong Wai Yueng, Flugbegleiter aus Malaysia

Safuan Ramian, 32, aus Malaysia

Guan Hua Jin, 34, aus Malaysia

Suhaili Mustafa, 31, aus Malaysia

Feng Jixin, 70, aus China

Lia Rusheng, 76, aus China

Puspanathan Subramanian, 34, aus Malaysia

Tan Wei Chew, 19, aus Malaysia

Tan Size Hiang, 46, aus Malaysia

Dina Mohamed Yunus ramli, 30, aus Malaysia

Zhou Shijie, 64, aus China

Zhou Jinling, 61, aus China

Zhao Peng, 25, aus China

Yao Jianfeng, 70, aus China

Ferryindra Suadaya, 43, aus Indonesien

Swanand Kolekar, 23, aus Indien

Meng Gaosheng, 64, aus China

Wang Linshi, 59, aus China

Chandrika Sharma, 51, aus Indien

Sugianto Lo, 47, aus Indonesien

Pouria Nour Mohammad Mehrdad, 18, aus dem Iran

Herryindia Suadaya, 35, aus Indonesien

Philip Wood, 51, aus den USA

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In China stieg unterdessen die Empörung über die malaysischen Behörden und ihren Bemühungen, das spurlose Verschwinden des Flugs MH370 am 8. März aufzuklären. "Angesichts der heutigen Technologie riecht der Zeitverzug entweder nach Vernachlässigung von Pflichten oder einem Zögern, Informationen umfassend und rechtzeitig zu teilen. Das wäre unerträglich", schrieb die amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua in einem Kommentar, den die Zeitungen am Montag verbreiteten.

Verkehrsminister Hussein wehrte sich später in Kuala Lumpur gegen Kritik. "Auch Malaysia vermisst Söhne und Töchter, 50 Malaysier waren an Bord", sagte er vor der Presse. "Aber es wäre unverantwortlich, Informationen herauszugeben, die nicht verifiziert sind." Unter den 239 Insassen an Bord der Maschine, die auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwand, waren mehr als 150 Chinesen.

Fieberhafte Suche
Unterdessen lief die Suche nach der Boeing 777-200 in den beiden Flugkorridoren an, die Ermittlern als mögliche Routen errechnet hatten. 26 Länder seien beteiligt, sagte der Verkehrsminister. Regierungschef Najib Razak habe persönlich mit seinen Amtskollegen in China und Australien gesprochen. Sämtliche Länder entlang der beiden Flugrouten seien ebenfalls kontaktiert worden.

"Die Suche in diesen Korridoren hat bereits begonnen", sagte der Minister. Ein weiterer Fachmann aus China sei zum Ermittlerteam gestoßen. Drei Experten aus Frankreich, die den Absturz einer Air-France-Maschine über dem Atlantik 2009 untersucht hatten, seien ebenfalls in dem Team.

Australien hat nach Angaben von Regierungschef Tony Abbott die Koordination im südlichen Korridor über dem Indischen Ozean übernommen. Malaysias Regierungschef Najib Razak habe ihn um Hilfe gebeten: "Ich habe zugestimmt, und zusätzliche maritime Ressourcen angeboten, was er dankbar akzeptiert hat", sagte Abbott. Nach seinen Angaben gibt es keine Anzeichen, dass die Maschine australischen Luftraum durchflog.

Der südlichen Korridor zieht sich von Malaysia über Indonesien und westlich an Australien vorbei in den Indischen Ozean. Dort suchen nach Angaben des Verkehrsministers auch Schiffe und Flugzeuge aus Indonesien sowie Malaysia. Der nördliche Korridor führt weitgehend über Land: von Burma, Indien, Pakistan bis nach Kasachstan. Alle Länder seien gebeten, ihre Radaraufzeichnungen nach möglichen Sichtungen der Boeing durchzugehen.

Malaysia trage unvermeidlich Verantwortung, aber auch andere Beteiligte wie der Flugzeugbauer Boeing, der Triebwerkshersteller Rolls Royce und die "Geheimdienst-Supermacht USA" hätten "bessere Arbeit leisten sollen", hieß es im Xinhua-Kommentar. Dass die neuen Erkenntnisse nur mit "schmerzhafter" Verspätung veröffentlicht worden seien, habe Gerüchte aufkommen lassen, was die Nerven der wartenden Familien wiederholt aufgerieben habe, beklagte die staatliche Agentur.

Auch die NASA hilft mit

Satelliten- und ISS-Bilder werden ausgewertet.
Die US-Raumfahrtbehörde NASA hilft bei der Suche nach dem verschwundenen Flug MH370. NASA-Chef Charles Bolden habe angeordnet, dass alle Möglichkeiten der Behörde, zur Suche beizutragen, geprüft werden sollten, sagte ein Sprecher der Behörde in Washington am Montag der Nachrichtenagentur dpa.

Daraufhin würden derzeit unter anderem Bilder ausgewertet, die von Satelliten und der Internationalen Raumstation ISS aufgenommen wurden. Objekte, die größer sind als 30 Meter, könnten darauf identifiziert werden. Alle relevanten Ergebnisse der Auswertungen werde die NASA weitergeben, sagte der Sprecher. Das Passagierflugzeug mit 239 Menschen an Bord war vor rund einer Woche auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden.
 

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