Traktor-Unfall Allgäu: Durfte 13-Jähriger Fahrzeug lenken?

Polizei prüft

Traktor-Unfall Allgäu: Durfte 13-Jähriger Fahrzeug lenken?

Noch unklar, ob 13-jähriger Fahrer auf öffentlicher oder privater Straße unterwegs war - Bürgermeister von Vorarlberger Gemeinde: Es sind alle sprachlos.

Balderschwang/Riefensberg. Nach dem Traktorunglück im bayerischen Allgäu, bei dem am Wochenende zwei Vorarlberger Kinder starben, sind die Ermittlungen der Polizei am Montag weitergelaufen. Wie ein Polizeisprecher der APA auf Anfrage sagte, geht es insbesondere darum, festzustellen, ob der 13-jährige Fahrer des Traktors auf einem privaten oder einem öffentlichen Weg unterwegs war.

 

Traktor-Unfall Allgäu: Durfte 13-Jähriger Fahrzeug lenken?

Am Vortag hatte der Bürgermeister des Ortes Balderschwang, Konrad Kienle, gegenüber der Nachrichtenagentur dpa gesagt, der Bub sei auf einem Privatweg unterwegs gewesen. "Deswegen war die Spritztour des 13-Jährigen auch keineswegs illegal." In Deutschland dürfen - wie in Österreich - erst 16-Jährige mit einem entsprechenden Führerschein auf öffentlichen Straßen mit dem Traktor unterwegs sein. Für Privatstraßen gelten diese Vorschriften nicht.

"Es muss die genaue rechtliche Situation vor Ort festgestellt werden", sagte Bernd Stapfner von der Pressestelle der Kemptener Polizei der APA. Wegen welcher Delikte ermittelt wird, wollte sich der Sprecher nicht genau festlegen. "Es sind mehrere Delikte erfüllt." Er betonte, jetzt müssten vor allem "die Eltern zur Ruhe kommen und sich fassen können".

 

Bodenunebenheit als Auslöser

Bezüglich jener Berichte, die eine Bodenunebenheit als Auslöser für den Absturz der beiden Kinder aus einem Container an der Front des Traktors ausmachten, wollte sich Stapfner ebenfalls nicht genau festlegen. "Das ist ein Feldweg - da gibt es immer Unebenheiten." Er erinnerte weiters daran, dass ein Traktor "nicht die gleiche Federung hat wie ein Pkw" und daher diese Unebenheiten auch nicht so gut abfangen kann.

Ulrich Schmelzenbach, Bürgermeister der Bregenzerwälder Gemeinde Riefensberg, in der die Familien der verunglückten Kinder zu Hause sind, beschrieb die Stimmung in der Ortschaft am Montag als "sehr gedrückt". Er selbst habe am Sonntag im Gottesdienst vom Unfall erfahren, wie viele andere auch.

"Es ist eine schlimme Situation für die ganze Gemeinde, es sind alle sprachlos", sagte das Gemeindeoberhaupt gegenüber der APA. Die Anteilnahme sei sehr groß.

Für die verunglückten Kinder werde es in der Kirche eine öffentliche Trauerfeier im Rahmen der Verabschiedung geben. Ein diesbezüglicher Termin stehe aber noch nicht fest.

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