Trumps Sprecherin aus Restaurant geworfen

Wegen ihres Jobs

Trumps Sprecherin aus Restaurant geworfen

Die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Sarah Sanders, ist Freitagabend wegen ihres Jobs aus einem Restaurant im US-Staat Virginia geflogen. Erst am Dienstag war US-Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen wegen der umstrittenen Familientrennungen an der Grenze zu Mexiko beim Abendessen in einem mexikanischen Restaurant in Washington von Demonstranten beschimpft worden.

Beschimpfungen

"Wie können Sie ein mexikanisches Abendessen genießen, während Sie zehntausende Menschen deportieren oder einsperren, die hierherkommen um Asyl in den Vereinigten Staaten zu suchen?" rief einer der Aktivisten zu Nielsen, wie auf einem von der Gruppe veröffentlichten Video zu sehen ist. "Wir fordern Sie auf, die Familientrennungen zu stoppen und sich zu entschuldigen." Ein anderer Demonstrant merkt an, dass die Ministerin ausgerechnet in einem mexikanischen Restaurant speist.

Zwei Tage zuvor war Präsidentenberater Stephen Miller laut einem Bericht der "New York Post" in einem anderen mexikanischen Restaurant in der US-Hauptstadt als "Faschist" beschimpft worden.

Bestimmte Werte

Sanders gilt als äußerst loyal gegenüber dem Präsidenten. Immer wieder verspottet sie einzelne Journalisten oder Medien. Sie sei von der Eigentümerin des Red-Hen-Restaurants in Lexington zum Gehen aufgefordert worden, weil sie für US-Präsident Donald Trump arbeite, schrieb die 35-Jährige am Samstag (Ortszeit) auf Twitter. Dieser Aufforderung sei sie höflich nachgekommen. "Ihr Handeln (der Eigentümerin) sagt weit mehr über sie als über mich aus. Ich versuche immer, Menschen gut und respektvoll zu behandeln, auch jene, mit denen ich nicht einer Meinung bin, und das werde ich auch weiter so machen."

In der "Washington Post" erklärte Restaurant-Miteigentümerin Stephanie Wilkinson, dass die Mitarbeiter ein wenig beunruhigt gewesen seien, als Sanders in das Restaurant gekommen sei. Aus ihrer Sicht arbeite Sanders im Dienst einer unmenschlichen und unmoralischen Regierung. Zudem seien einige Angestellte des Restaurants homosexuell. Sie hätten gewusst, dass Sanders den Wunsch des Präsidenten verteidige, Transgender vom Militär fernzuhalten. "Ich erklärte (Sanders), dass das Restaurant bestimmte Werte hat und dass ich glaube, dass es solche wie Ehrlichkeit, Barmherzigkeit und Miteinander aufrechterhalten muss." Sie habe Sanders dann gebeten, das Restaurant zu verlassen.

Diskussionen

In den sozialen Netzwerken wurde die Aktion kontrovers diskutiert. Der ehemalige Pressesprecher von Präsident George W. Bush, Ari Fleischer, twitterte beispielsweise: "Ich vermute, wir steuern ein Amerika mit Restaurants nur für Demokraten an, was zu Restaurants ausschließlich für Republikaner führen wird. Wollen die Dummköpfe, die Sarah rausgeworfen haben, und die Leute, die sie dafür bejubeln, wirklich, dass wir ein solches Land werden?"

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