Türkei: 8 Zivilisten durch Granaten von Kurdenmiliz getötet

Raketenbeschuss

Türkei: 8 Zivilisten durch Granaten von Kurdenmiliz getötet

Tall Abyad/Akcakale. Nach Beschuss aus Nordsyrien sind im südosttürkischen Nusaybin acht Menschen getötet worden. 35 weitere seien verletzt worden, teilte das Gouverneursamt der Provinz Mardin am Freitag mit. Die Raketen und Mörsergranaten seien von der syrischen Kurdenmiliz YPG abgeschossen worden, hieß es in der Erklärung. Die Verletzten würden in Krankenhäusern in Mardin und Nusaybin behandelt.
 
Die Türkei führt seit Mittwoch eine Offensive gegen die YPG in Nordsyrien. Seitdem wurden nach offiziellen Angaben mindestens drei türkische Soldaten getötet.
 
Die Türkei betrachtet die YPG als Ableger der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und damit als Terrororganisation. Während die PKK auch in den USA und Europa auf der Terrorliste steht, waren die von der YPG angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) ein wichtiger Partner der USA im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Die Offensive der Türkei stößt international auf scharfe Kritik.
 
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verwahrte sich am Freitagabend gegen jede Kritik. Die Türkei führe keinen Kampf gegen Kurden, diese seien "Geschwister", sagte er. Sein Land kämpfe gegen "Terrororganisationen."
 
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