Verletzter Forscher in ­Riesenhöhle ­gefangen
Verletzter Forscher in ­Riesenhöhle ­gefangen
Verletzter Forscher in ­Riesenhöhle ­gefangen
Verletzter Forscher in ­Riesenhöhle ­gefangen
Verletzter Forscher in ­Riesenhöhle ­gefangen

In 1000 Metern Tiefe

Verletzter Forscher in ­Riesenhöhle ­gefangen

Mit österreichischer Hilfe soll der Höhlenforscher gerettet werden.

Für die 200 Retter aus Salzburg, aus dem benachbarten Bayern und aus Baden-Württemberg ist es ein Wettlauf gegen die Zeit: Sie müssen es irgendwie schaffen, den schwer verletzten Forscher Johann W. (52) aus knapp 1.000 Meter Tiefe aus der ­gigantischen Riesending-Schachthöhle im Untersberg bei Salzburg nach oben zu holen, damit dessen schwere Kopf- und Oberkörperverletzungen behandelt werden können.

Forscher ist auch 
Entdecker der Höhle
Johann W. war am Pfingstsonntag mit zwei Kollegen in die längste (19,2 km) und tiefste (1.148 m) Höhle Deutsch­lands eingestiegen. 1995 hat der Ludwigsburger die Riesending-Schachthöhle selbst mitentdeckt.
Jetzt wurde sie ihm zum Verhängnis. Ein schwerer Steinschlag traf den Forscher, verletzte ihn schwer. Im Augenblick ist er nicht transportfähig.

Die Bergung kann 
noch Tage dauern
Montagvormittag erreichten die ersten vier Retter, darunter ein Arzt, den Höhlenforscher. Inzwischen sind weitere Helfer abgestiegen. Auch Experten der Höhlenrettung Salzburg, die mit 20 Mann im Einsatz ist. Sie haben es bereits geschafft, eine Telefonleitung in 400 Meter Tiefe zu legen.

Mehrere Biwaks und Zwischenlager sollen in der Höhle errichtet werden, um Johann W. eventuell in Etappen nach oben bringen zu können. „Das kann mehrere Tage dauern“, sagte ein Sprecher der Bergrettung.

Über den genauen Gesundheitszustand des Forschers gab es bis Montagabend noch keine verlässlichen Angaben. Er wurde aber zumindest mit Nahrung und Flüssigkeit versorgt, hat in der vier Grad kalten Höhle wärmende Decken und Kleidung erhalten. Heute sollen weitere Helferteams zu Johann W. in die Tiefe vordringen. Die Zeit läuft …

Höhlenretter Gottfried Gruber im Interview

ÖSTERREICH: Auch die Salzburger Höhlenrettung wurde alarmiert. Was machen Sie?
Gottfried Gruber: Wir sind mit 20 Einsatzkräften vor Ort. Die Ersten waren schon am Samstagnachmittag hier. Sieben unserer Männer sind in die Höhle gestiegen, um Telefonleitungen zu verlegen und Zwischenlager für Pausen beim Klettern aufzubauen.

ÖSTERREICH: Wie hoch ist der Druck?
Gruber: Dieser Einsatz ist aus mehreren Gründen sehr gefährlich für jeden Retter. Die Höhle besteht aus vielen Schächten, der Weg zum Verletzten dauert an die zwölf Stunden.

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