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Sri Lanka unter Schock

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Bei einer Serie von Anschlägen auf drei Kirchen und drei Hotels sind am Ostersonntag in Sri Lanka mindestens 185 Menschen ums Leben gekommen, darunter mindestens elf Ausländer. Zudem wurden mehr als 450 Menschen verletzt, wie aus Angaben der örtlichen Krankenhäuser hervorgeht. Woher die Ausländer stammten, war zunächst unklar. Bisher gibt es keine Hinweise auf betroffene Österreicher.

"Ich verurteile die feigen Attentate heute auf unsere Bevölkerung", schrieb Ministerpräsident Ranil Wickremesinghe auf Twitter.

Er rief alle Einwohner seines Landes auf, angesichts der Tragödie einig und stark zu bleiben. Die Verbreitung von Spekulationen und unbestätigten Berichten müsse vermieden werden, appellierte der Regierungschef an die Bevölkerung. Die Regierung unternehme alle nötigen Schritte, fügte er hinzu und berief das nationale Sicherheitskabinett zu einer Sitzung ein. Die Attentate, zu denen sich zunächst niemand bekannte, sind mit die schwersten seit dem Ende des Bürgerkrieges vor zehn Jahren.

 

 





 

 

Keine Hinweise auf Österreicher

Die meisten Anschläge wurden in der Hauptstadt des bei Urlaubern beliebten Landes verübt. Unter den Toten seien auch elf Ausländer, erklärten die Behörden, nannten aber keine Nationalität. Bisher gibt es keine Hinweise auf betroffene Österreicher.

Die Kirchenverwaltung NCEASL, die mehr als 200 Kirchen und andere christliche Organisationen in Sri Lanka vertritt, hatte sich jüngst besorgt über vermehrte Übergriffe geäußert. Im vergangenen Jahr habe es 86 bekannte Vorfälle von Diskriminierung, Drohungen und Gewalt gegen Christen und ihre Einrichtungen gegeben. In diesem Jahr seien es bisher 26 gewesen. So hätten buddhistische Mönche wiederholt versucht, christliche Gottesdienste zu stören.

 



 

 

Sieben Prozent Christen

Nach statistischen Daten von 2012 sind unter den rund 22 Millionen Einwohnern Sri Lankas 70 Prozent Buddhisten, gut zwölf Prozent Hindus, knapp zehn Prozent Muslime und gut sieben Prozent Christen.

   Israels Staatspräsident verurteilte indes die Angriffe auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka als "abscheuliches Verbrechen". Sie hätten auch jenen gegolten, die am Ostersonntag beteten, schrieb Reuven Rivlin auf Twitter. "Wir sind alle Kinder Gottes; eine Attacke auf eine Religion ist eine Attacke auf uns alle." Das israelische Außenministerium teilte mit, bisher gebe es keine Informationen zu israelischen Opfern bei den Attacken.

   Der deutsche Außenminister Heiko Maas äußerte sich bestürzt über die Serie von Angriffen auf Kirchen und Hotels und verurteilte sie aufs Schärfste. "Die Nachrichten aus Sri Lanka machen fassungslos. Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen der Opfer und hoffen mit den Verletzten", schrieb er am Sonntag auf Twitter. Am Osterfest so viel Hass zu erleben, schmerze. "Ostern ist ein Fest der Liebe, das uns lehrt: Hass unsererseits kann nie die Lösung sein." Weiter erklärte der SPD-Politiker: "Diese niederträchtige Tat richtete sich offenbar gezielt gegen Menschen, die sich am Ostersonntag in der Kirchen dem Gebet und der Besinnung widmeten, sowie gegen Reisende. Nichts kann die gezielte Ermordung unschuldiger Menschen rechtfertigen."

 

 





 

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